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FC gastiert im Karlsruher Wildpark

Quelle: IMAGO

Dominic Maroh und Kevin Wimmer werden wahrscheinlich auch gegen den KSC die Innenverteidigung bilden.

Am zehnten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga trifft der 1. FC Köln auf den Karlsruher Sportclub. Der FC, von der Euphorie der zuletzt erfolgreichen Wochen getragen, will gegen den KSC die nächsten drei Punkte auf dem Weg zum Aufstieg einfahren.

Im altehrwürdigen Karlsruher Wildparkstadion trifft der 1. FC Köln am Samstag ab 13.00 Uhr auf den Karlsruher SC. Nach dem Pokalerfolg in Mainz und dem Sieg beim VfR Aalen wollen die Geißböcke ihre erfolgreiche Serie fortsetzen. Mit dem KSC wartet auf die Kölner dabei ein Aufsteiger, der mit einer Ausbeute von zwölf Punkten nach neun Spielen zwar im Mittelfeld der Tabelle zu finden ist und somit einen guten Start hinlegte, zuletzt jedoch schwächere Leistungen zeigte. Am vergangenen Wochenende verloren die Karlsruher mit 0:3 in Aue, waren harmlos im Offensivspiel und offenbarten in der sonst so stabilen Defensive einige Löcher.

Dennoch sollte das Team von Peter Stöger gewarnt sein. Die schwächeren Spiele hob sich die Mannschaft um Coach Markus Kauczinski in den letzten Wochen für die Auswärtspartien auf. Zwar mutet auch die Heimbilanz der Badener mit einem Sieg, einem Remis und zwei Niederlagen eher schwach an, betrachtet man aber die Spielverläufe, wird sehr schnell klar, dass die Partie kein Selbstläufer für die Domstädter wird. In den bisherigen Heimspielen zeigte der KSC unter anderem gegen Greuther Fürth (1:2) und den FC St. Pauli (0:0) tolle Leistungen, brachte sich aber durch eine unzureichende Chancenverwertung um den verdienten Lohn. Im letzten Heimspiel gegen Energie Cottbus klappte es durch einen 2:0-Erfolg endlich mit dem ersten „Heim-Dreier“.

Markus Kauczinski bezeichnet den FC als die momentan beste Mannschaft der Liga und fügt hinzu: „Das ist eine taktisch gut geordnete Mannschaft, die wenig Gegentore zulässt. Uns erwartet ein hartes Stück Arbeit, aber darauf sind wir gefasst.“ Dabei kann der 43-jährige Trainer der KSC wieder auf den Kreativspieler Selcuk Alibaz zurückgreifen. Der Deutsch-Türke fehlte am vergangenen Wochenende gegen Erzgebirge Aue und wurde dort schmerzlich vermisst.

Nach den Erfolgen der letzten Wochen ist die Laune beim 1. FC Köln natürlich großartig. Im Vorfeld der Partie in Karlsruhe gibt es auch keinen Grund, der diese Laune trüben könnte. Bis auf die Langzeitverletzten McKenna, Bigalke, Bröker und Chihi, welcher am Wochenende in der U21 erste Spielpraxis nach seiner Verletzung sammeln soll, stehen Peter Stöger alle Spieler zur Verfügung. In der Innenverteidigung hat der Österreicher sogar mit einem Luxusproblem zu kämpfen. Drei Spieler bieten sich an, die Position neben dem gesetzten Dominic Maroh einzunehmen: „Kevin Wimmer, Bruno und Román Golobart haben alle großes Potenzial“, so Stöger. Momentan sieht der Österreicher Wimmer im Dreikampf um die vakante Position vorne.

Der FC will am Samstag vom Beginn an das Heft in die Hand nehmen: „Wir wollen auftreten wie zuletzt und das Spiel dominieren, aktiv sein und vom Start weg zeigen, dass wir die drei Punkte mitnehmen wollen“, sagte Stöger auf der Pressekonferenz zur Partie. Dabei erwartet der 47-jährige eine Systemumstellung beim Gegner. Die Karlsruher liefen bislang immer mit zwei Spitzen auf. Unter der Woche bestritten die Badener ein Testspiel gegen den Hamburger SV und agierten dort mit nur einem Stürmer. „Ich kann mir vorstellen, dass sie etwas defensiver auftreten und die zweite Sturmspitze zurückziehen.“

Dabei wird es auch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten geben: Ex-Kölner Reinhold Yabo wechselte vor dieser Saison zum KSC und konnte sich auf Anhieb einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld erkämpfen. Der 21-jährige wird gegen seine alten Kollegen sicherlich doppelt motiviert sein.

Die letzten zwei Aufeinandertreffen mit dem KSC gab es in der Saison 2008/09 als beide Teams noch in der 1. Bundesliga vertreten waren. Während das Rückspiel 0:0 endete, konnte der FC im Hinspiel mit 2:0 siegen. An diese Begegnung werden sich viele Kölner Fans noch gut erinnern können. Es war das letzte Profispiel von Ümit Özat, der damals in der 27. Spielminute kolabierte und reanimiert werden musste.

3.400 FC-Anhänger werden morgen mit in die gut 300 Kilometer entfernte Fächerstadt reisen, insgesamt wird mit über 20.000 Zuschauern im Wildparkstadion gerechnet. Schiedsrichter der Begegnung ist Felix Zwayer.