Köln.Sport

FC: Fünf Erkenntnisse zum 23. Spieltag

Der 1. FC Köln hat am Samstag das Heimspiel gegen den SV Sandhausen mit 3:1 gewonnen. Unsere fünf Erkenntnisse zur Partie.
Modeste

Als wäre er nie weggewesen: Anthony Modeste versetzte das RheinEnergieStadion mit seinem Doppelpack in Ekstase. (Foto: imago/Nordphoto)

1 Nr. 27 hat nichts verlernt.

„Kurz vor Schluss haben wir noch einmal einen Impuls und die Zuschauer gebraucht“, sagte Markus Anfang auf der Pressekonferenz nach der Partie. Und niemand steht in Köln aktuell so für einen Impuls und das Begeistern der Zuschauer wie Anthony Modeste. Keine zehn Minuten auf dem Platz, erzielte der Franzose den Führungstreffer und wusste bei seinem Jubellauf nicht so recht wohin mit den ganzen Emotionen. In der Nachspielzeit traf er dann unter freundlicher Mithilfe eines SVS-Verteidigers zum 3:1 und schnürte so im Heimdebüt nach der Rückkehr aus China gleich einen Doppelpack. Für seine insgesamt drei Treffer in der Rückrunde benötigte der Franzose insgesamt lediglich 35 Minuten. Das riecht fast schon nach Startelf am Mittwoch.

2 Der FC hatte erneut Startprobleme.

Bevor die Partie allerdings zu den Modeste-Festspielen wurde, gab es in Halbzeit eins einiges auszusetzen: Mit ihrer forschen Art und mutigem Pressing erwischten die Sandhäuser den Effzeh auf dem falschen Fuß, den Geißböcken fiel über die ersten 45 Minuten nicht viel ein, um den Gästen etwas entgegen zu setzen. Begünstigt vom frühen Treffer, bei dem die Defensive einmal mehr im Kollektiv abschaltete, beschützten die Schwarz-weißen ihren Strafraum mit Vehemenz. Von spielerischen Lösungen, die der FC gegen eine solche Defensive suchen und finden soll, war bis dahin nicht allzu viel zu sehen.

3 Standardtraining zahlt sich aus.

Bis dann Dominick Drexler mit einem Tor nach Freistoß von Johannes Geis das Spiel zum Kippen brachte. Im Vorfeld war zu hören, der FC habe an seinen Standards gearbeitet – offensiv wie defensiv. Und während Ersteres mit einer tollen Variante zum Ausgleichstor führte, wurde vor allem Zweiteres am Samstagmittag deutlich. Obwohl außer Simon Terodde gefühlt kein Spieler der Startformation eine Körpergröße über 1,70 Meter vorweisen konnte (Meré, Schmitz und Horn werden wohl die kleinste Dreierkette der diesjährigen Zweitligaspielzeit gebildet haben), brannte dank klugem Stellungsspiel und guter Zuteilung der Männer in der Luft nichts an. Der Lohn: Das erste Spiel ohne Standardgegentor nach zuvor vier Partien, in denen es nach ruhendem Ball eingeschlagen hatte. Standardtraining lohnt sich also!

4 Eine Rückkehr, die gut tut.

Er verkörpert im FC-Kader die Dynamik in Person: Louis Schaub, mit Knöchelverletzung in den vergangenen Wochen schmerzlich vermisst, kam am Samstag zu einem rund 20-minütigen Comeback – und ebenso wie bei Modeste schien es, als wäre der technisch starke Österreicher niemals weg gewesen. Gegen Kölns Nummer 13 hatten die Sandhäuser keine Antwort, nicht zufällig bereitete er eine Riesenchance des ansonsten erneut extrem starken Jhon Córdoba vor, um anschließend mundgerecht für Modeste zu servieren. Die Spielanlage Schaubs täte wohl jedem Team gut, der FC benötigte sie allerdings am Samstag besonders. Und Schaub lieferte ab.

5 Am Mittwoch Tabellenführer?

Fast genauso wie über den Sieg am Samstag werden sich die Kölner über das Resultat am Sonntag aus Regensburg gefreut haben. Dort verlor nämlich Tabellenführer HSV die Partie beim Jahn nach zwischenzeitlicher Führung mit 1:2, nach der 0:5-Klatsche im Hinspiel ist Regensburg für die Hamburger wohl also das, was der SC Paderborn in dieser Spielzeit für den Effzeh ist. Dieser hat nun die Möglichkeit, sich mit einem Sieg beim Nachholspiel in Aue am Mittwoch den Platz an der Zweitliga-Sonne zurück zu erobern. Und das einen Tag vor Weiberfastnacht. Dann kann der Karneval ja kommen!

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