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Köln.Sport

FC: Fünf Erkenntnisse zum 22. Spieltag

Bei der torreichen Rückkehr von Anthony Modeste hat der 1. FC Köln in Paderborn mit 2:3 verloren. Unsere Fünf Erkenntnisse zur Partie.
Modeste

Kam, traf, weinte und ging mit unter: Anthony Modeste erlebte bei seiner Rückkehr auf den Platz ein Wechselbad der Gefühle. (Foto: imago/Kirchner-Media)

1 Wenn Sie dachten das Hinspiel wäre schlimm gewesen…

Fragt man viele FC-Fans nach dem Tiefpunkt der Hinrunde, dürften nicht wenige das Heimspiel gegen den SC Paderborn nennen. Nach einer Euphorie, als Jhon Cordoba Trikot-ausziehend seinen Ausgleichstreffer zum 3:3 zelebrierte, folgte der erneute Nackenschlag in Form von zwei Gegentoren, das Spiel endete 3:5. Kaum zu glauben, dass das gestrige Spiel dies noch einmal toppen konnte, indem der Effzeh innerhalb von zwölf Minuten den sicheren Sieg verspielte. Das hätte nicht sein müssen.

2 Die Defensive wird nicht sicherer.

Fünf Mal. Fünf Mal hat es der 1. FC Köln in dieser Saison geschafft, den eigenen Kasten sauberzuhalten. Die Offensive holt in den meisten Fällen die Kohlen aus dem Feuer – 28 Gegentore nach 21 Partien sind für ein Team, dass sich den anderen Vereinen in Liga Zwei meilenweit voraus sieht, schlicht zu viel. Und dabei ist es auch egal, ob die beiden letzten SCP-Treffer in die Kategorie „Traumtore“ fallen. Einen solchen Treffer fing sich der Effzeh in dieser Saison am gestrigen Abend nicht zum ersten Mal – der bislang letzte ist gerade einmal zwei Spiele her. Und wenn der Gegner dann auch allen Platz der Welt bekommt, um den Ball voranzutreiben und abzuschließen, auch kein Zufall mehr. Neun Gegentore in den vergangenen vier Spielen und nur drei Punkte sprechen für sich.

3 Und spieltäglich grüßt das Murmeltier.

Wieder ein Standard, wieder ein Gegentor. Und viel schlechter, als es der Effzeh in der 80. Minute im Kollektiv tat, kann ein Freistoß aus dieser Position nicht verteidigt werden. Mit einem einfachen Flachpass spaltete der spätere Siegtorschütze Marlon Ritter die FC-Defensive wie Moses das Rote Meer, Ex-Schalker Bernhard Tekpetey musste nur einschieben. Die Anfälligkeit bei ruhenden Bällen nimmt fast schon groteske Züge an, in jedem der bislang vier Rückrundenspiele rappelte es nach einer Standardsituation. Wahnsinn.

4 Die Konkurrenz ist wach.

Vor den Partien am Samstagmittag teilten sich punktetechnisch gesehen Paderborn, Union Berlin, Heidenheim und St. Pauli den Relegationsplatz, letztere drei könnten ihre Punkteausbeute noch verbessern. Zwar hat der FC immer noch das Spiel beim Tabellen-Vierzehnten in Aue in der Hinterhand – doch es ist durchaus wahrscheinlich, dass die Kölner am Sonntagabend auf keinem der ersten drei Ränge stehen werden. Denn die Konkurrenz ist nicht bereit, sich kampflos geschlagen zu geben. Wie der FC dann mit der Rolle des Jägers statt dem Gejagten, der man eigentlich über die ganze Saison hinweg sein sollte, zurechtkommt, wird spannend.

5 „So ist es peinlich“.

Zum Abschluss lassen wir noch Comebacker Anthony Modeste zu Wort kommen:

„Wenn man hier in Führung liegt, muss man hier gewinnen, so ist es peinlich. Dass wir verloren haben, ist scheiße bei meiner Rückkehr. Wenn man aufsteigen will, darf man so ein Spiel nicht verlieren. Ich hoffe, dass uns das am Ende nichts kostet.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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