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FC: Fünf Erkenntnisse zum 13. Spieltag

Mit einem Schützenfest pünktlich zum 11.11. hat der 1. FC Köln seine Krise beendet und Dynamo Dresden mit 8:1 geschlagen. Unsere fünf Erkenntnisse zur Partie.
Dynamo

In Karnevalsstimmung: Die FC-Profis beim 8:1 gegen Dynamo Dresden. (Foto: imago/Jörg Schüler)

1 Doppelspitze funktioniert.

Oft angekündigt, nun über 90 Minuten durchgesetzt: Das erste Mal lief der 1. FC Köln in dieser Spielzeit von Beginn an mit Doppelspitze auf. Schon nach drei Minuten wurde diese offensivere Herangehensweise mit dem 1:0 durch Córdoba belohnt, auch in der Folge wussten die völlig indisponierten Dresdner überhaupt nichts dem Kölner Angriffs-Duo entgegen zu setzen. Allein die pure Präsenz eines zweiten Stürmers schaffte Räume, in die die anderen FC-Profis vorstoßen konnten. Dass Córdoba so langsam richtig seinen Torinstinkt entdeckt und auch Simon Terodde den Riecher wiedergefunden hat, taten ihr Übriges.

2 Ein Sieg für die Fans.

Zu keinem Zeitpunkt am Samstag wirkte der FC satt, schaltete nach dem 1:6-Anschlusstreffer sogar nochmal einen Gang hoch und setzten noch zwei Treffer drauf. Der Verwaltungsmodus, den die Kölner in dieser Spielzeit oftmals nach 1:0-Führung einschalteten, kam überhaupt nicht zum Vorschein. „Wir wissen, dass morgen der 11.11 ist. Da ist es natürlich für die Zuschauer eine gute Sache, wenn wir ein gutes Spiel machen und gewinnen“. sagte Capitano Jonas Hector hinterher. Und auch die Profis hatten sich das ein oder andere Kölsch redlich verdient.

3 Louis Schaubs Idealposition ist gefunden.

In einer Sammlung sehr starker Fußballer war Louis Schaub am Samstag der überragende. Zwei Tore vorbereitet, immer in Bewegung und mit dem 7:1 eine Bewerbung für das „Tor des Monats“ abgegeben – der Österreicher verdiente sich die Bestnote. Dies hing auch mit seiner neuen Position hinter den Spitzen zusammen. Er wich immer wieder auf die Flügel aus, zeigte jedoch auf der „10“ sein ganzes Können und gestaltete die Offensive des FC. Die Idealposition des extrem wendigen und spielwitzigen Sommer-Neuzugangs ist gefunden.

4 Freud und Leid liegen nah beieinander.

Auf der einen Seite „et Trömmelche“, auf der anderen Seite die Tränen: Das ganze Leid der Dresdner Fußballer konnte man am Samstag gegen 15 Uhr auf dem Gesicht von Torhüter Markus Schubert ablesen. Bittere Tränen weinend wurde er sowohl von den eigenen, als auch den gegnerischen Spielern getröstet, bis auf das letzte Tor von Jonas Hector traf ihn an keinem irgendeine Schuld. Dass die FC-Profis dies auch im Moment der besten Saisonleistung realisierten und dem Keeper Trost spendeten, ist dabei schön zu sehen.

5 Chapeau an den Gästeblock.

Viel war vor der Partie über die anreisenden Gäste gesprochen worden, das Schlimmste wurde befürchtet. Das, was die Dresdner am Samstag weit über 90 Minuten im Gästeblock ablieferten, war atemberaubend. Mit jedem Gegentor wurde die Stimmung besser, und man hatte nicht mal zwingend das Gefühl, dass Galgenhumor im Spiel sei. Auch wie sie nach dem Spiel ihre wie die begossenen Pudel zur Gästekurve trottenden Spieler wieder aufmunterten, hat Anerkennung verdient. So blieben die Dynamo-Anhänger nicht aus Raufbolde, sondern als stimmungsvolle Fußballfans in Erinnerung. So, wie es sein sollte.