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FC-Fans: Samstag Protest gegen DFL

Quelle: IMAGO

Die Fans des 1. FC Köln wollen am Samstag gegen das Sicherheitskonzept der DFL protestieren.

Mit dem Konzept „sicheres Stadionerlebnis“ will die Deutsche Fußball-Liga Restriktionen für Fans in den Fußballstadien durchsetzen. Dagegen machen sich Anhänger jetzt stark, unter anderem auch die Fans des 1. FC Köln mit einer Demonstration am Samstag.

Ein „sicheres Stadionerlebnis“, das möchte die Deutsche Fußballiga (DFL) mit ihrem Sicherheitskonzept erreichen. Ob das Konzept in die Tat umgesetzt wird, entscheidet sich am 12. Dezember, wenn in der DFL-Mitgliederversammlung die 36-Profiklubs abstimmen werden. Was die Fans, um die es zum großen Teil in diesem Konzept geht, davon halten, machten sie unter anderem am vergangenen Bundesligaspieltag deutlich: Nach dem Anpfiff aller Bundesligapartie herrschte 12 Minuten und 12 Sekunden lang in den Stadion Stille, ein schweigender Protest gegen die Vorschläge der DFL.

Das Mobilmachen der Fans gegen das Sicherheitskonzept soll am zweiten Dezemberwochenende weitergehen, nicht nur mit Aktionen in den Stadien, auch durch Demonstrationen. Auch in Köln haben die Anhänger des FC am Samstag, dem 8. Dezember eine Protestaktion vorbereitet.

In einem Demonstrationszug von der Deutzer Werft über die Deutzer Brücke und den Heumarkt bis zum Platz vor dem Hauptbahnhof machen sich die Fußballanhänger stark für den „Erhalt der Fankultur“. Die Demonstration beginnt am Samstag um 12:12 Uhr.

Was die Fans erzürnt und aus ihrer Sicht zum Ende einer „lebendigen Fankultur“ in den Stadion führen könnte, sind mehrere Positionspunkte im Konzept der DFL. Unter anderem sieht das Sicherheitskonzept verstärkte Personenkontrollen, auch als „Vollkontrollen“ bezeichnet, in den Stadien vor, sollten Begegnungen als sogenannte „Spiele mit erhöhtem Risiko“ eingestuft werden.

Auch einen weiteren Punkt der DFL-Vorlage wollen die Fans nicht akzeptieren: Sollte ein Verein bei Auswärtsspielen mehrfach negativ auffallen, so soll das Kontingent an Gästeeintrittskarten von derzeit zehn auf fünf Prozent reduziert werden. Dies wird als unverhältnismäßige „Kollektivstrafe“ angesehen. Außerdem sollen Fanklubs einen Verhaltenskodex unterschreiben, der eine Abkehr von Pyrotechnik und Gewalt vorsieht. Eine Nichtanerkennung dieses Kodex‘ kann als Strafe eine Verweigerung von Tickets nach sich ziehen.

„Wir Fußballfans haben es satt, in der Öffentlichkeit pauschal als gefährlich zu gelten“, sagen die Macher der Kölner Demo in ihrem Blog fandemo.blogsport.de. Und genau durch solch ein Sicherheitskonzept erwecke die DFL noch deutlicher das Bild eines pauschal gefährlichen Fußballfans. An die eigene Nase fassen sich die Fans allerdings auch: „Um dem von uns gewünschten Freiraum auch gerecht zu werden, müssen jedoch auch wir Fußballfans unseren Teil dazu beitragen“, ist zu lesen.