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FC: Ab 2016 mit bezahltem Präsidenten?

Die Mitglieder folgten seinem Änderungsvorschlag: FC-Präsident Werner Spinner Foto: imago/Chai v.d. Laage

Die Mitglieder folgten seinem Änderungsvorschlag: FC-Präsident Werner Spinner
Foto: imago/Chai v.d. Laage

Die FC-Mitglieder haben entschieden: Auf einer harmonischen Versammlung stimmten sie mit großer Mehrheit für eine Satzungsänderung und machen damit den Weg für einen bezahlten Präsidenten frei.

Dass der 1. FC Köln das Image des Chaosvereins losgeworden ist, hat er zuvorderst seinem Präsidium um Werner Spinner zu verdanken. Seriös, harmonisch, professionell – so kannten die FC-Fans den Verein lange Zeit nicht.

Auch auf die Mitgliederversammlungen scheint dies abzufärben: In ruhigen Bahnen statt mit Tumulten und (nicht ausschließlich) verbalen Auseinandersetzungen lief die 2014er-Ausgabe des Treffens der „FC-Familie“, wie Präsident Werner Spinner die Versammlung mit 1.449 stimmberechtigten Mitgliedern liebevoll nannte, ab.

Sportlich gibt es für den Tabellenzehnten keinen Grund zum Klagen, auch finanziell ist der FC auf dem Wege der Gesundung. 24 Millionen Euro Schulden drücken den Verein zwar, doch Geschäftsführer Alexander Wehrle machte mit einer schwungvollen Rede klar, dass die Therapie beim Patienten 1. FC Köln anzuschlagen scheint.

Die Bilanz liest sich eindrucksvoll: Rekord beim Merchandising, Rekordumsatz, Schuldenabbau, schwarze Zahlen trotz vorgezogener Investitionen. Kaum verwunderlich also, dass die FC-Mitglieder den Verein hauptsächlich hoch leben ließen. Standing ovations gab es für Trainer Peter Stöger, der allerdings die Anhänger in seiner betont ruhig-lässigen Art direkt wieder erdete.

Ernst wurde es erst gegen Ende der knapp vierstündigen Veranstaltung. Um die von Vorstand und Mitgliederrat vorgeschlagene Satzungsänderung, die unter anderem eine Vergütung für das Präsidium ab 2016 vorsah, wurde gerungen. Nach einigen kritischen Wortbeiträgen, die Werner Spinner allerdings souverän parierte, stand das Votum der Mitglieder fest: Mit deutlicher Mehrheit von 89,37 Prozent stimmten sie die Satzungsänderung und machten somit den Weg für den ersten hauptamtlichen Präsidenten des 1. FC Köln frei.