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Erste G-Judo WM in Köln

Am Wochenende (21.10-22.10) findet in der Domstadt die erste G-Judo Weltmeisterschaft überhaupt statt. Dort werden intellektuell eingeschränkte Judoka aus 14 Nationen antreten.

Der Kölner Victor Gdowczok (l.) ist landesweit einer der besten G-Judoka. Er hat auch bei der WM Titelchancen (Foto: Facebook/VG-Project)

Voraussichtlich über 300 teilnehmende Judoka samt Trainer- und Betreuerstab werden heute (19.10.17) in Köln ankommen, um an der ersten G-Judo Weltmeisterschaft zu partizipieren. Beim G-Judo, international auch ID-Judo (intellectual disability) genannt, treten Menschen mit geistiger Behinderung in der japanischen Kampfsportart gegeneinander an.

Initiiert wurde das internationale Turnier vom gemeinnützigen Verein VG-Project, dessen Vorsitzender Klaus-Peter Gdowczok froh ist, dass er bei der Planung bei der Stadt Köln auf offene Ohren traf: „Es lag nahe, Köln als Stadt der Inklusion zu bitten, auch diese WM zu unterstützen. Die Stadt Köln war begeistert und hat sofort signalisiert, dieses Inklusionsevent zu unterstützen“ sagte Gdowczok, dessen Sohn selbst an der WM teilnimmt, gegenüber report-K. Unterstützt wird der VG-Project e.V. als Ausrichter von den Gemeinnützigen Werkstätten (GWK) im Verbund der Alexianer sowie von den Weltverbänden unter Führung der International Judo Federation (IJF).

Drei Jahre vergingen von der Idee, erstmals eine G-Judo WM auszurichten, bis zur Umsetzung. Damit ein Sportevent dieser Größenordnung möglich wurde, mussten viele Kooperationspartner zusammenarbeiten. Dazu gehört auch der ASV Köln. Er stellt für die WM mehrere Tage seine Halle zur Verfügung. „Wir machen den ASV komplett zu für diese Zeit, unsere 5.000 Mitglieder tragen die Entscheidung komplett mit“, so ASV-Präsident Walter Bungard, der hinzufügt, „dass die gute Zusammenarbeit mit dem Sportamt sowie die Tatsache, dass die G-Judo WM total zu unserer Philosophie passt“, ausschlaggebend gewesen seien, die Halle ohne Zögern zur Verfügung zu stellen.

Das erwartet die Teilnehmer an diesem Wochenende

Die G-Judoka können sich also auf eine tolle WM mit perfekten Rahmenbedingungen freuen. Nach ihrer Ankunft in Köln (Donnerstag) werden die sie bei einem Rathausempfang durch Oberbürgermeisterin Henriette Reker in Empfang genommen. Am Freitag werden die Teilnehmer in Wettkampfklassen unterteilt, bevor am Abend eine Welcome-Party im RheinEnergie Stadion stattfindet. Von Samstagmorgen bis Sonntagabend werden dann die WM-Wettkämpfe beim ASV Köln ausgetragen.

„Wir haben bei uns im Sommer schon die Landesmeisterschaften der G-Judoka ausgetragen. Wenn man da dabei war und gesehen hat, wie viel Spaß die Teilnehmer hatten und mit welch einer Leidenschaft sie in den Wettkampf gehen, dann kann man nur jedem empfehlen, sich das selbst einmal vor Ort anzuschauen“, sagt ASV-Präsident Walter Bungard. Tickets für die einzelnen Tage gibt es für 11,50 Euro (Kinder bis 11 Jahre zahlen 5,75 Euro), ein Kombiticket für beide Tage kostet 17,00 Euro. Tickets gibt es unter hier.

Programm im Überblick

19. Oktober, 16 Uhr – Rathausempfang durch Oberbürgermeisterin Henriette Reker
20. Oktober, 9 Uhr – Devisioning der Athleten – Einteilung in Wettkampfklassen
20. Oktober, 18 – 20:30 Uhr – Welcome-Party für die Athleten im Rheinenergiestadion
21. Oktober, 9 Uhr – Offizielle Eröffnung der WM, ASV Halle Köln
21. Oktober, 9:30 – 17 Uhr – erster Wettkampftag und Siegerehrung, ASV Halle Köln
22. Oktober, 9:30 – 17 Uhr – zweiter Wettkampftag und Siegerehrung, ASV Halle Köln