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Ein Sieg zum Auftakt

Zum Auftakt der DEL Playoffs haben die Kölner Haie ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Spiel Eins der Best-of-Seven-Serie bei den Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg konnte der KEC am Dienstag mit 4:1 gewinnen.
Uvira

Stürmer Sebastian Uvira (#93), der die Haie am letzten Spieltag der regulären Saison in die Playoffs geschossen hatte, hatte mit seinem Tor zum 3:1 großen Anteil am Auftaktsieg der Kölner Haie in Nürnberg (Foto: imago/Eibner)

Die Favoritenrolle in dieser Serie schien bereits vor ihrem Beginn klar verteilt. Während die Haie sich erst am letzten Spieltag der regulären Saison für die Playoffs qualifizieren konnten, schafften es die Nürnberger als Tabellendritter der Hauptrunde vergleichbar locker in die Endrunde. Die meisten Experten rechneten also mit einem Sieg der Ice Tigers in heimischer Halle, um die Viertelfinal-Serie zu eröffnen. Doch statt den Gastgebern drückten vor allem die drei Olympioniken und Silbermedaillengewinner der Kölner Haie der Partie ihren Stempel auf. Doch der Reihe nach.

Haie schocken Ice Tigers früh

Das erste Drittel begann zunächst mit druckvollen Gastgebern, die oftmals aus kurzer Distanz zum Torabschluss kamen, jedoch wiederholt an Goalie Gustaf Wesslau scheitertern. Und dann ging es plötzlich ganz schnell: Traumpass von Alex Sulzer vor das Tor, Felix Schütz musste den Puck nur noch zum 0:1 über die Linie drücken (3.). Doch die Nürnberger schlugen zurück, trafen nach einem Pfostentreffer (5.) durch Niklas Torp in Minute elf zum Ausgleich.

Es entwickelte sich eine Partie, bei der sich beide Teams größtenteils neutralisierten. Bis kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts, als Christian Ehrhoff noch einmal abzog und Bill Thomas seinen Schläger in den Schuss hielt. Abgefälscht, 2:1 Haie (20.). So konnten die Kölner mit einer knappen Führung in die erste Drittelpause gehen. Das zweite Drittel startete mit guten Torchancen auf beiden Seiten, dennoch ließen beide Teams in Überzahl diverse Möglichkeiten aus.

Uvira mit tollem Solo zur Vorentscheidung

Dann schlug die Stunde von Sebastian Uvira, der direkt von der Strafbank ins Spiel kam, zum Solo ansetzte und trocken auf 3:1 stellte (30.). Im Anschluss wurde die Partie von Minute zu Minute ruppiger. Zwei weitere Powerplays ließ der KEC ohne weiteren Treffer verstreichen. Gustaf Wesslau stoppte noch einen Unterzahlkonter der Gastgeber. Es blieb beim Zwei-Tore-Vorsprung zur zweiten Pause. „Wir haben diszipliniert agiert, Nürnberg hatte wenige Torchancen“, sagte der bärenstarke Moritz Müller nach der Partie.

Und er hatte recht, im Schlussdrittel spielten die Haie kompakt und ließen nicht mehr viele Chancen zu. In der Schlussminute beseitigte Felix Schütz mit dem Treffer zum 4:1 ins leere Tor letzte Zweifel am Auftaktsieg der Haie (60.). „Wir haben heute über das ganze Spiel eine kompakte Leistung gezeigt. Es tut gut in der Serie in Führung zu gehen. Jetzt liegt der Fokus auf Spiel 2 morgen“, sagte Cheftrainer Peter Draisaitl nach dem Spiel. Viel Zeit zum Durchatmen haben die Kölner jetzt nicht – heute Abend um 19.30 steigt in der Lanxess-Arena Spiel zwei.