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Ein Punkt in letzter Sekunde

Quelle: imago

Kentin Mahé war für den VfL Gummersbach der Punktgarant am Samstag: Mit einem Tor drei Sekunden vor Schluss schaffte der junge Franzose den späten Ausgleich.

Einen Punkt im Abstiegskampf sicherte sich der VfL Gummersbach – und zwar in allerletzter Sekunde: Mit 33:33 trennten sich die Oberbergischen, die zwischenzeitlich mit sechs Toren zurücklagen, vom TSV Hannover-Burgdorf. Der Youngster holte aus zum großen Wurf: In der Schlusssekunde glich Kentin Mahé zum 33:33 aus und machte den Punktgewinn für seinen VfL Gummersbach gegen den TSV Hannover-Burgdorf perfekt. Der Franzose, der bereits in 51 Sekunden vor Schluss den ersten Ausgleich überhaupt in der zweiten Hälfte besorgt hatte, bewahrte den VfL damit vor der dritten Bundesliga-Niederlage in Folge unter Trainer Emir Kurtagic.

Genau danach hatte es zehn Spielminuten zuvor noch ausgesehen. Beim Stand von 23:28 scheiterte Kapitän Vedran Zrnic am starken Hannoveraner Schlussmann Nenad Puljezevic und Burgdorfs bester Torschütze Lars Lehnhoff erhöhte die Gäste-Führung auf sechs Tore.

Total den Faden verloren

„Wir haben fast 50 Minuten gebraucht, um zu verstehen, worum es hier geht. Nach zehn Minuten haben wir total den Faden verloren“, erklärte Coach Emir Kurtagic nach der Partie. „Ich verlange von meiner Mannschaft, dass sie die Ruhe bewahrt, wenn wir hier zu Hause in Führung liegen. Vor allem die vielen technischen Fehler ärgern mich. Positiv ist natürlich, das sie sich trotz sechs Toren Rückstand nicht aufgegeben haben.“

Gestartet war die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic in die Partie mit drei Fehlversuchen von Vedran Zrnic, Barna Putics und Adrian Pfahl, die an Nenad Puljezevic, Routinier im Tor der Gäste, scheiterten. Der VfL konnte zum ersten Mal nach sieben Minute die Führung übernehmen, als Adrian Pfahl das 3:2 erzielte.

Eine Vielzahl an Fehlwürfen und technischen Fehlern brachte die nervös agierenden Gummersbacher allerdings wieder in Rückstand. Nach der 13:12-Gästeführung durch Jurdzs in der 28. Minute liefen die Oberbergischen bis zu Mahes Auftritt in der Schlussminute einem Rückstand hinterher. 

Auszeit als letztes Mittel

Beim Stand von 23:29 griff Emir Kurtagic zum allerletzten Mittel: Der Coach, der unter der Woche im Pokal bei er HSG Nordhorn seinen ersten Sieg mit dem VfL feierte, rüttelte seine Mannschaft mit in der Schlussphase einer Auszeit wach.

Fünf Minuten vor dem Ende waren die Gummersbacher wieder in Schlagweite: Der zuvor enttäuschende Barna Putics traf doppelt zum 25:29 und Nationalspieler Adrian Pfahl verkürzte daraufhin von halbrechts zum 26:29 aus Sicht des VfL.  

Ein unerwartetes Geschenk machte den Gastgebern dann Hannovers Nummer 34, Gustav Rydegard: Der Schwede kassierte wegen Fouls und anschließenden Meckerns gleich 2 plus 2 Minuten Strafe, nachdem er zuvor schon zweimal eine Ruhepause von den Schiedsrichtern verordnet bekommen hatte.

Mahé steckt den Schock weg

Der VfL war damit vor 1981 Zuschauern in der Eugen-Haas-Halle endgültig wieder dran. Und Mahé schaffte sogar in Unterzahl den Ausgleich zum 32:32. Den Fast-KO durch den Treffer von Lars Lehnhoff zur erneuten TSV-Führung steckte 14 Sekunden vor dem Aus dann auch der junge Franzose am schnellsten weg. In Minute 59:57 rollte er den Ball über den Hallenboden in das Tor der Gäste zum 33:33.

Der Punktgewinn bewahrte den VfL davor, noch weiter in den Tabellenkeller zu rutschen. Mit 8:24 Punkten bleiben die Gummersbacher damit Tabellen-Sechzehnter in der TOYOTA Handball-Bundesliga.