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Ein kleiner Schritt

Die Stadt Köln hat ihren Haushaltsentwurf für das kommende Jahr präsentiert. Der Sport profitiert, bleibt aber eine Randnotiz. Der Köln.Sport-Kommentar
Haushaltsentwurf

Rund drei Millionen Euro mehr fließen 2019 in die Sportförderung – ein kleiner Schritt nach vorne. (Foto: imago/Mangold)

Der Haushaltsentwurf für 2019, den die Stadt diese Woche vorstellte, kann sich sehen lassen. Erfreulich ist nicht nur, dass er bereits Ende August vorliegt, sodass Beschlussfassung (für Anfang November vorgesehen) und die erforderliche Genehmigung rechtzeitig erfolgen können, auch die Tatsache, dass im Jahr 2022 – ein Jahr früher als geplant – erstmals wieder ein Überschuss (rund 3,4 Millionen Euro) zu erwarten ist, stimmt positiv.

Die Wirtschaftslage in Köln ist also gut! Und wie wirkt sich das auf den Sport aus? Geringfügig! Immerhin darf er sich über eine Steigerung freuen von circa drei Millionen Euro freuen. Statt 32 Millionen Euro (2018) sind nun 35,1 Millionen Euro für den Sport in Köln vorgesehen. Zusätzlich fließt Geld in den Neubau und die Generalsanierung von Sportanlagen sowie den Bau von Kunstrasenplätzen.

Ein positives Signal! Jubelschreie sind deswegen aber nicht zu erwarten. Zum einen, weil der Anteil mit 0,721 Prozent vom Gesamtvolumen einmal mehr erschreckend gering ist, zum anderen weil für andere Ressorts, zum Beispiel Kultur und Wissenschaft (231,3 Millionen Euro, entspricht fünf Prozent der Gesamtausgaben), deutlich mehr bereit steht.

Ernüchternd ist auch, dass der Sport in der Rede von Henriette Reker einmal mehr kaum Erwähnung findet. Und das, trotz der aktuell erstmalig in der Domstadt laufenden Sportentwicklungsplanung. Das zeigt: Vereine, Funktionäre und Sportler müssen weiter kämpfen, um dem Sport in Köln ein besseres Standing und eine größere Lobby zu verschaffen. Damit in Zukunft nicht nur kleine, sondern auch mal größere Schritte folgen.