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EHF Final4: Kiel nur Außenseiter

Joan Canellas, THW Kiel

Will auch beim Final4-Turnier in Köln wieder jubeln: Kiels Rückraum-Ass Joan Canellas
Foto: imago/objectivo

Am Wochenende gibt sich Europas Handball-Elite in Köln die Klinke in die Hand. Der deutsche Rekordmeister THW Kiel geht dabei nur als Außenseiter ins Rennen.

Die Elite des europäischen Vereinshandballs gibt sich in Köln beim EHF Final4 die Ehre – und auch im siebten Jahr der Champions-League-Endrunde in der Lanxess-Arena ist wieder ein deutsches Team vertreten. Doch Rekordmeister THW Kiel, bereits zweimal jubelnder Sieger im Deutzer „Henkelmännchen“, muss sich angesichts der hochkarätigen Konkurrenz um den französischen Spitzenklub Paris St. Germain mit der ungewohnten Rolle des Underdogs anfreunden.

„Wir sind schon als Favorit hier hergekommen und deprimiert nach Hause gefahren. Wir sind auch schon als Außenseiter angereist und haben das Turnier als Sieger verlassen. Wir wollen das Turnier genießen“, gibt sich THW-Coach Alfred Gislason vor dem Halbfinale gegen den ungarischen Serienmeister MKB Veszprem optimistisch: „Wir brauchen einen guten Torhüter und eine stabile Abwehr. Wenn man Veszprem schlagen will, muss alles passen“, betont der Isländer, der vor dem Auftritt in Köln noch um die Nationalspieler Steffen Weinhold und Christian Dissinger bangt.

Mut schöpfen die Norddeutschen vor allem aus ihrem Auftritt im Viertelfinale: In zwei packenden Spielen rang der THW den Titelverteidiger FC Barcelona nieder und qualifizierte sich dadurch zum sechsten Mal für das Finalturnier in Köln. „Wir haben Barcelona geschlagen, also können wir auch alle anderen Gegner schlagen“, meint THW-Manager Thorsten Storm. Die anderen – das sind neben Halbfinalkontrahent Veszprem der polnische Vertreter aus Kielce und vor allem das Pariser Starensemble um die ehemaligen Welthandballer Daniel Narcisse und Mikkel Hansen.

Eines ist jedenfalls klar: Wer sich in der wieder einmal an beiden Tagen ausverkauften Lanxess-Arena die Krone des europäischen Vereinshandballs aufsetzt, der wird es auch verdient haben. Innerhalb von zwei Tagen gilt es sich in den direkten Duellen vierer hochklassig besetzter Mannschaften durchzusetzen. Eine Mammutaufgabe, die sich der THW als „Lokalmatador“ durchaus zutraut. Nach 2007, 2010 und 2012 wäre es der vierte Triumph der Hanseaten in der Champions League.