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Duell mit großer Vergangenheit

Quelle: imago

Von der Hafenstraße in Essen wechselte Jörg Lipinski 1994 zur Kölner Fortuna. Am Kölner Südstadion blieb der Mittelfeldspieler drei Spielzeiten lang.

Wenn morgen Rot-Weiss Essen bei der Kölner Fortuna antritt, dann umgibt das Südstadion ein Hauch von Zweitliga-Atmosphäre. Köln.Sport sprach mit Jörg Lipinski, der in den 90ern für beide Klubs aktiv war. Fortuna Köln und Rot-Weiss Essen – zwei klangvolle Vereine, die zusammen auf knapp 42 Jahre Zweiligaerfahrung zurückblicken können. Am Freitagabend (19.30 Uhr) treffen beide Traditionsclubs in der Regionalliga aufeinander.

Einer, der weiß, wie es in Essen als auch in Köln zugeht, ist Jörg Lipinski: Der heute 44-jährige spielte von 1991-1994 bei RWE und kehrte nach drei Jahren in Köln über den Umweg Rot-Weiß Oberhausen 2003 wieder an die Hafenstraße zurück.

„Natürlich verfolge ich die Ergebnisse beider Mannschaften. Das ist für mich eine Ehrensache bei allen Vereinen, für die ich die Schuhe geschnürt habe“, so Lipinski gegenüber Köln.Sport. „Die Spiele im Stadion zu verfolgen, ist aber zeitlich sehr schwierig“, erklärt der ehemalige Profi, der heute als Trainer des Bezirksligisten SG Essen-Schönebeck fungiert.

„Wenn es mir aufgrund des Trainerjobs möglich ist, dann versuche ich natürlich, Spiele von RWE oder auch RWO zu sehen“, so Lipinski, der in 89 Zweitliga-Spielen für Fortuna Köln 11 Tore erzielen konnte. Seinen alten Kölner Verein habe er in der letzten Zeit nicht live verfolgen können – die Entfernung von Essen nach Köln sei doch ein Stückchen zu weit.

Kontakt habe er keinen mehr zu ehemaligen Spielern und Verantwortlichen aus seiner Zeit in der Kölner Südstadt. „Es ist ja auch schon ein wenig her, seit ich für Fortuna gekickt habe. Da dürfte keiner mehr da sein „, so Lipinski, der sich aber gern an die drei Jahre in Köln erinnert.

„Wir haben damals in Essen in der Oberliga vor 10.000 Zuschauern gespielt, bei Fortuna kamen ja im Schnitt eher 1500-2000 Leute ins Stadion. Das ist natürlich ein krasser Unterschied“, gibt Lipinski unumwunden zu: „Die Fangemeinde bei RWE ist schon deutlich größer als in Köln.“ Dennoch, auf dem Platz habe er für jeden Verein alles gegeben, egal wieviele Zuschauer da waren, so der ehemalige Fußball-Profi.

An seine Duelle mit Rot-Weiss gegen Fortuna oder andersherum kann sich Lipinski aber nicht mehr en Detail erinnern: „Das waren ja keine großen Pokalschlachten“, spielt der 44-jährige auf seinen erfolgreichen Weg mit Rot-Weiss Essen ins Pokalfinale 1994 an, „sondern eher normale Zweitliga-Duelle.“

Für das Spiel am Freitag bleibt der ehemalige Kicker diplomatisch: Zwar ginge es bei RWE nach einer schwachen Phase wieder aufwärts, doch Fortuna sei den Ergebnissen nach zuhause ein schwerer Gegner. „Ich tippe auf ein gerechtes 1:1″, schielt Lipinski auf ein Unentschieden.