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Draisaitl: „Ich will mich in der NHL etablieren“

Greift in dieser Saison in Edmonton erneut an: Leon Draisaitl Foto: imago/Icon SMI

Greift in dieser Saison in Edmonton erneut an: Leon Draisaitl
Foto: imago/Icon SMI

Etwas weniger als einen Monat vor Start der NHL-Saison ist Leon Draisaitl optimistisch. Im zweiten Anlauf soll dem Kölner Top-Talent der Durchbruch in der besten Eishockey-Liga der Welt gelingen.

Sehr aufgeregt sei er, gibt Leon Draisaitl im Interview mit nhl.com unumwunden zu. Eine Woche vor dem offiziellen Trainingscampbei seinem NHL-Klub Edmonton Oilers ist das Kölner Top-Talent motiviert, den endgültigen Durchbruch in der besten Eishockey-Liga der Welt zu schaffen. „Das Trainingscamp ist der Startschuss, dort kommen die großen Namen ins Spiel. Dann zählt es“, weiß der 19-Jährige, der aus der Jugend der Kölner Haie stammt und von den Oilers im 2014er Draft an dritter Stelle (so hoch wie kein Deutscher zuvor) ausgewählt wurde, um die Bedeutung der Vorbereitung.

„Es ist dieselbe Herangehensweise wie im vergangenen Jahr: Ich möchte mich in der NHL etablieren. Das ist mein Ziel, für das ich den ganzen Sommer über gearbeitet habe. Ich möchte es ins Team schaffen – und dort dann Eindruck hinterlassen“, erklärt der hoch veranlagte Mittelstürmer. In der vergangenen Saison hatte Draisaitl einen Vorgeschmack auf das Leben als Eishockey-Profi in Nordamerika erhalten: Nach 37 NHL-Spielen, in denen dem gebürtigen Kölner zwei Tore, sieben Vorlagen gelangen, schickten ihn die Oilers zurück in die Western Hockey League. Dort sollte Draisaitl auf Junioren-Niveau bei den Kelowna Rockets Spielpraxis sammeln.

„Ein Teamwechsel ist nie einfach. Dennoch war es nicht allzu schlimm: Der Wechsel nach Kelowna war eine gute Entscheidung für mich und hat mich weitergebracht“, betont der 1,88 Meter große und 95 Kilogramm schwere Angreifer. Die Rockets führte der Sohn des ehemaligen Eishockey-Profis Peter Draisaitl mit starken Leistungen ins Endspiel um den Memorial Cup und wurde dort Topscorer sowie zum wertvollsten Spieler der Finalserie gekürt. Das ist auch in Edmonton nicht verborgen geblieben: „Leon hat viel gelernt im letzten Jahr. Er wirkt, auch dank der Playoffspiele mit Kelowna, deutlich reifer. Leon ist in guter Verfassung und will es ins Team schaffen. Das ist ein Reifeprozess für ihn“, erklärt Oilers-Verantwortlicher Bob Green.

Draisaitl sieht sich dafür gewappnet. „Die NHL-Spiele haben mir viel gebracht. In der besten Liga der Welt anzutreten war sehr, sehr hilfreich für mich“, betont er. Nach dem Schnupperkurs im Vorjahr soll nun Draisaitls Durchbruch folgen.