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Doping: Sturm positiv getestet

Box-Weltmeister Felix Sturm in Aktion

Gedopt gewonnen? Box-Weltmeister Felix Sturm wurde beim Sieg über Fedor Chudinov positiv auf ein Steroid getestet
Foto: imago/Sven Simon

Felix Sturm droht Ungemach: Der Box-Weltmeister wurde bei seinem Sieg über Fedor Chudinov positiv auf ein anaboles Steroid getestet.

Felix Sturm soll bei seinem WM-Sieg gegen Fedor Chudinov am 20. Februar 2016 in Oberhausen gedopt gewesen sein – so lauten die Vorwürfe, die die World Boxing Association (WBA) gegenüber dem Kölner Supermittelgewichtler erhebt. Die WBA, deren „Super“-Titel Sturm durch einen knappen Punktsieg (114:114, 115:113, 115:113) gegen den Russen gewann, hatte dem Boxprofi am Wochenende mitgeteilt, dass seine nach dem Kampf genommene Dopingprobe positiv war. Das Kölner Dopinglabor an der Sporthochschule fand in der A-Probe des Supermittelgewichtlers Spuren des Anabolikums Stanozolol. „Zuerst war ich geschockt“, erklärte Sturm und äußerte sich zu den Vorwürfen gegenüber dem Sportinformationsdienst (SID): „Ich bin sicher hundertmal getestet worden, mit Blut und Urin. Nie hat es was gegeben. Ich habe ein absolut reines Gewissen. Ich werde jetzt einen Anwalt nehmen. Dafür habe ich nicht 26 Jahre gearbeitet. Ich werde wie im Ring kämpfen wie ein Löwe.“

Dem 37-Jährigen droht nun eine Sperre sowie der Verlust des WM-Titels. Eine Suspendierung kann jedoch nur der nationale Verband, der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB), aussprechen. BDB-Präsident Thomas Pütz sagte dem SID: „Wir werden ihn jetzt nicht sofort suspendieren. Ich werde ihn nicht richten. Für mich steht die Unschuldsvermutung. Wir werden uns jetzt erstmal alle Unterlagen besorgen.“ Binnen einer Frist von rund drei Wochen muss sich Sturm gegenüber der WBA äußern. „Ich werde auf alle Fälle die B-Probe öffnen lassen“, kündigte er dem SID an.