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Die anderen kochen auch nur mit Wasser

War’s das jetzt schon mit dem Traum vom Comeback des 1. FC Köln auf europäischer Bühne? Nein, wieso? Ok, das Ergebnis in Hoffenheim war nicht erfreulich. Aber am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass das 0:4 den Spielverlauf nicht korrekt widerspiegelt und um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Schließlich war es ja nicht so, dass der FC 90 Minuten lang brutal chancenlos war und von der TSG an die Wand gespielt wurde. Auch nach der tragischen Verletzung von Marcel Risse erspielte sich der FC weiter gute Möglichkeiten (Hartel, Guirassy).

Der eingewechselte Sehrou Guirassy (r., 1. FC Köln) geht am Hoffenheimer Baris Atik vorbei.

Sehrou Guirassy (r., 1. FC Köln) verpasste nach seiner Einwechslung in Hoffenheim sein erstes Bundesligator nur knapp. (Foto: imago/MIS)

Das Team von Peter Stöger tut meiner Meinung nach gut daran, die Niederlage schnell abzuhaken und das Verletzungspech gar nicht groß zu thematisieren. Ja, beim FC fallen fünf Stammspieler verletzt aus. Aber dann müssen und werden die anderen es richten. Wer im Training auf dem Platz steht, hat die Chance sich nachdrücklich für die anstehenden Spiele zu empfehlen. Dass jeder Spieler im Kader über die notwendige Qualität verfügt, wurde oft genug betont. Jetzt muss und wird die Mannschaft das unter Beweis stellen.

Dabei spielt dem FC der Umstand in die Karten, dass die nächsten Gegner durch die Bank noch nicht gefestigt auftreten. Borussia Dortmund, Werder Bremen und Bayer Leverkusen präsentierten sich im bisherigen Saisonverlauf sehr wankelmütig. Champions-League-Teilnehmer Leverkusen kassierte in den ersten 13 Partien bereits sechs Niederlagen und fing sich 21 Gegentore! Noch schlimmer Werder: acht mal verloren, 32 Gegentore. Konstanz? Fehlanzeige. Der BVB, am Samstag im Rheinenergie Stadion zu Gast, pendelt in seinen Leistungen zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Auswärts hat die Tuchel-Elf in der Liga noch keine Bäume ausgerissen. Alle drei Saisonniederlagen kassierten die Dortmunder auf fremdem Platz.

Will sagen: Die anderen kochen auch nur mit Wasser. Es gibt keinen Grund, schon im Vorfeld zu kapitulieren. Und bloß wegen einer etwas deutlicheren Niederlage gleich die Europacup-Träume zu begraben, ist genauso unnötig. Legt der FC wieder die defensive Stabilität an den Tag, die ihn eigentlich auszeichnet, ist mir vor den anstehenden Aufgaben nicht Bange.

Andreas Ohlberger
Redakteur Köln.Sport

Die Statistik lügt nicht

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