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Der „Tünn“ als Notarzt

Quelle: IMAGO

Toni Schumacher soll dem FC sofort helfen

Harald Schumacher soll den 1. FC Köln, obwohl er frühestens ab dem 23. April eine offizielle Position im Verein ausüben wird, schon jetzt bei der Suche nach einem neuen Sportdirektor unterstützen und dem Trainer helfen.

Die Abstimmung ist durch, der Verwaltungsrat wird das Trio um Werner Spinner und dessen Stellvertreter Markus Ritterbach und Harald Schumacher bei der Mitgliederversammlung für das Präsidenten-Amt vorschlagen. Kurios dabei ist, dass Schumacher nach seiner Vorstellung schon mit Aufgaben betreut worden ist, die er offiziell frühestens ab dem 23. April ausüben soll.

Schumacher hat einen „Beraterauftrag“ der Gesellschafterversammlung erhalten, erklärt Dr. Werner Wolf, Verwaltungsratsvorsitzender des FC, die spontane Einbindung Schumachers. Den Ausschlag für diese Entscheidung gab die sportlich kritische Situation der Kölner: „Wir haben die Hoffnung, dass er in der Not Gespräche mit der Mannschaft führt. Wenn das Haus am Brennen ist, muss man einen Eimer Wasser holen und nicht nach Lösungen suchen.“

Doch beim FC drängt die personelle Entscheidung für einen neuen Sportdirektor, und der Trainer der Geißböcke muss dringend Hilfe und Rückendeckung in verstärkter Form erhalten. Aus diesem Grund wird Schumacher schon in dieser Woche das Gespräch mit dem Coach suchen und auch bei der Suche nach einem Sportdirektor dem Club beratend zur Seite stehen.

Bei der Hilfe für den Trainer wird es allerdings in keinem Fall zu einer Einmischung ins Trainingsgeschäft geben, wenn man den Worten von Coach Stale Solbakken Glauben schenken mag: „Das wird nicht passieren. Er hat eine enorme Erfahrung und viel mit dem Verein erlebt, aber auf dem Trainingsplatz bleibe ich allein.“

„Absoluter Vorrang hat jetzt der Klassenerhalt“, weiß Schumacher selbst ganz genau und gibt vor, dass er sich zunächst an die Sportdirektor-Suche machen wird, da diese Priorität hat. Außerdem will er dem Trainer den Rücken stärken und die Schrauben an dessen wackelndem Stuhl wieder etwas fester ziehen. Viel zu tun für jemanden, der offiziell noch gar keine Funktion im Verein hat.