Köln.Sport

Der Krupp-Effekt

Nach 17 Pleiten trauten die Fans der Kölner Haie gestern Abend ihren Augen kaum: Mit 5:0 fegte ein wie ausgewechselt wirkender KEC die Grizzlys Wolfsburg vom Eis. Kurios: Die Haie-Anhänger fühlten sich verarscht…

Ist er der Heilsbringer? 26 Tage nach seiner Entlassung bei Sparta Prag ist Uwe Krupp zurück bei  den Kölner Haien (Foto: imago images / Eduard Bopp)

„Wollt ihr uns verarschen?“ – Diesen Eindruck brachten gestern Abend die Fans des Kölner Eishockeyclubs lautstark zum Ausdruck, nachdem „ihr“ Team 17 teils katastrophalen Auftritten ein Spiel der Extraklasse folgen ließ. Bei der Rückkehr von Uwe Krupp an die Haie-Bande gewannen die Kölner 5:0 (1:0, 2:0, 2:0) gegen die Grizzlys Wolfsburg. Stolze 61 Tage mussten die Fans auf diesen Erfolg warten, es war der erste Shutout der Saison.

Ben Hanowski (17. Minute), Frederik Tiffels (26.), Alexander Oblinger (40.), Marcel Müller (41.) und Jason Akeson (53.) beteiligten sich für den achtmaligen Meister am Schützenfest. Krupp, dessen Verpflichtung am Rosenmontag einem Paukenschlag gleich kam, verhinderte somit nicht nur eine weitere Niederlage, sondern auch die Einstellung der längsten Pleiten-Serie in der DEL-Geschichte.

„Die Partie war im ersten Drittel noch sehr ausgeglichen“, sagte Haie-Trainer Uwe Krupp nach seinem Premieren-Spiel. „Wir haben dann das wichtige erste Tor geschossen. Insgesamt hat die Mannschaft die Herausforderung heute angenommen und mit viel Energie gespielt. Darauf können wir aufbauen.“

Was Krupp in kürzester Zeit mit der Mannschaft gemacht hat, bleibt sein Geheimnis. Fakt ist: Der Krupp-Effekt kommt zu spät. Die Haie werden aller Voraussicht nach trotz des Erfolgs nach der regulären Saison ihren Urlaub antreten können. Vier Spieltage vor dem Ende der Vorrunde beträgt der Rückstand auf Platz zehn, der zu den Pre-Playoffs berechtigt, neun Punkte.

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