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Der Kölner Sport hat die Wahl!

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Zur anstehenden Kommunalwahl am 25. Mai in Köln befragte Köln.Sport die Parteien, was sie für den Sport in der Domstadt tun wollen.

Auch der kölsche Sport hat bei der Kommunalwahl am 25. Mai eine Stimme mit Gewicht. Deshalb wollte Köln.Sport wissen: Was wollen die Parteien für den Sport in der Domstadt tun? Und wie stehen die verschiedenen politischen Lager zu den wichtigen Themen des Stadt-Sports? Insgesamt 6 Fragen wurden von den Parteien beantwortet. Hier die Antworten zu unserer ersten Frage …

1. Sport im Offenen Ganztag: Viele ehrenamtlich aufgestellte Vereine können sich mangels Ressourcen daran nicht beteiligen. Welche konkreten Maßnahmen sind nötig, um Vereine, aber auch Schulen zu mehr Kooperationen in Köln zu bewegen?

Peter Kron, SPD:
Wir unterstützen den Stadtsportbund bzw. die Sportjugend bei der Koordinierung des Offenen Ganztags, indem wir 50 Prozent der Personalkosten übernehmen. Hier wird konkrete Hilfestellung geleistet, die immerhin dazu geführt hat, dass sich rund 70 (ehrenamtlich geführte) Sportvereine beteiligen. Erfolgversprechend ist auch das Kölner Mitgliedschaftsmodell, welches 2012 gestartet wurde und zurzeit evaluiert wird. Dabei werden die Kinder, die sich für ein sportliches Vereinsangebot im Offenen Ganztag anmelden, für die Zeit des Angebots Mitglied im Sportverein. Die Vereinsmitgliedsbeiträge werden über Ganztagsmittel bereitgestellt.

Henk van Benthem, CDU:
Die Finanzierung ist nach Auffassung der CDU-Fraktion nicht das Problem. Finanzielle Mittel stehen über entsprechende Programme des Bundes bereit. Das Problem ist die mangelnde Kommunikation und fehlende Transparenz zwischen Schulen, Vereinen und Verwaltung. Dies muss dringend verbessert werden.

Elisabeth Thelen, Bündnis 90/Die Grünen:
Die Sportjugend Köln leistet als „Koordinierungsstelle Offener Ganztag“ gute Arbeit. Mein Eindruck ist, dass die Zusammenarbeit und Koordination von Schulen und Sportvereinen zunehmend gelingt. Das Kölner Handball-Modell, das eine Vereinsmitgliedschaft im Offenen Ganztag verbindlich möglich macht, ist ein gutes Beispiel für weitere Mitgliedschaftsmodelle.

Ulrich Breite, FDP:
Die Ausweitung des Ganztagsunterrichts an Kölner Schulen ist eine richtige und notwendige Maßnahme, gleichzeitig stellt sie eine der größten Herausforderungen für den Vereinssport dar. Die FDP mahnt seit langem eine engere Verzahnung des Vereinssports mit dem Nachmittagsangebot der Schulen an, leider hat die Schulverwaltung die Entwicklung zuungunsten der Vereine verpennt. Wir wollen das sportliche Schulangebot an den Nachmittagen für den Vereinssport öffnen. Die FDP ist der Sportjugend darum dankbar, dass sie mit der Landesregierung ein Pilotprojekt aushandeln konnte, Vereinssport an Schulen zuzulassen. Zudem wollen wir, dass Schulen ihre Sporthallen auch an Nachmittagen den Vereinen wieder zur Verfügung stellen, wenn die Hallen nicht genutzt werden. Hier brauchen wir eine sprichwörtliche kölsche Lösung.

Jörg Detjen, Die Linke:
Es ist ein Problem, dass die Angebote in der Offenen Ganztagsschule (OGTS) relativ früh stattfinden müssen, zu einer Zeit, in der viele Übungsleiter noch ihrem Beruf nachgehen. Die OGTS sind ­unterfinanziert. Das führt z. B. dazu, dass Krankheitsausfälle bei den Beschäftigten nur schlecht kompensiert werden können. Das muss sich ändern, um eine qualifizierte Betreuungssicherheit auch bei Krankheit gewährleisten zu können. Wir möchten die OGTS in gebundene umwandeln. Diese werden vom Land – im Gegensatz zu den Offenen Ganztagsgrundschulen – ausreichend finanziell ausgestattet. Dann wäre es sogar denkbar, Vollzeitstellen für Übungsleiter einzurichten, wenn die Schulleitung das wünscht.

Morgen folgt Frage 2. Darin geht es um die Sportstätten-Nutzungsgebühr …