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Der größte Renntag des Jahres

Quelle: Kölner Renn-Verein 1897

Als großer Favorit geht der deutsche Hengst

Am Sonntag sind beim 49. Preis von Europa das „Who is Who“ des Galoppsports am Start. Als besonderer Ehrengast wird Politiker-Legende Hans-Dietrich Genscher erwartet.

Es ist das Großereignis auf der Galopprennbahn in Weidenpesch schlechthin. Beim Renntag rund um den Preis von Europa erreicht der Kölner Galopp-Kalender alljährlich seinen Höhepunkt. Dabei ist der Europa-Tag keineswegs nur der sportliche Gipfel des domstädtischen Turfs, sondern gleichzeitig immer auch ein spezielles gesellschaftliches Ereignis.

Mit stets viel Prominenz aus allen Bereichen. In diesem Jahr hat sich sogar ein äußerst hochkarätiger Ehrengast angesagt: die Politiker-Legende Hans-Dietrich Genscher. Der langjährige Außenminister und maßgebliche Architekt der deutschen Einheit wird nach dem wichtigsten aller Kölner Rennen dem Siegerteam auch die Ehrenpreise überreichen.

Earl of Tinsdal heißer Favorit

Trotz des Starts von Campanologist aus Großbritannien gilt der deutsche Hengst Earl of Tinsdal im Vorfeld als heißer Favorit. Den Grund hierfür liefert sein imponierender Sieg im jüngsten Rheinland-Pokal über Saltas, der ebenfalls erneut startet. Diese klassische Revanchekonstellation gibt der gesamten sportlichen Dramaturgie natürlich noch einen zusätzlichen Reiz.

Aus deutschen Ställen starten außerdem Flamingo Paradise, Ibicenco und Seismos. Darüber hinaus sorgt der bereits erwähnte englische Hengst Campanologist wieder für eine internationale Note.

Der Sechsjährige ist in Köln alles andere als ein unbekannter Name und als Gewinner des vorjährigen Rheinland-Pokals selbstverständlich noch in bester Erinnerung. Unter Weltklasse-Jockey Frankie Dettori ist er natürlich eine noch zusätzliche Attraktion im Starterfeld.

Wettchance mit 25.000 Euro Garantieauszahlung

Schon im Gründungsjahr 1963 war der Preis von Europa ein echtes Mega-Ereignis. Trotz starker ausländischer Konkurrenz gewann damals überraschend der Kölner Hengst Opponent unter Hein Bollow. Nichtsdestotrotz siegte später noch eine Vielzahl ausländischer Starter, vorrangig aus Großbritannien. Unerreicht blieb bis heute jedoch der sowjetische „Wunderhengst“ Anilin, der dreimal in Folge als Erster durchs Ziel ging.

Eine „Wettchance des Tages“ mit einer garantierten Auszahlung von 25.000 Euro fehlt am 25. September natürlich auch nicht. Darüber hinaus wird es eine Premium-Dreierwette geben.

Das Traditionsrennen ist wie jedes Jahr zudem wieder eingebettet in ein exzellentes Rahmenprogramm, mit u.a. auch dem Herbst-Stutenpreis, einem internationalen Gruppe-III-Rennen. Selbstverständlich wartet auf die kleinen Rennbahnbesucher an diesem absoluten Großkampftag erneut ein vielfältiges Kinderprogramm.

Scheckübergabe durch Aleksandra Bechtel und Daniel Schumacher

Apropos Kinder. Einen kleinen Nachklang findet im Verlauf des Tages noch der Benefizrenntag zu Gunsten des Kölner Kinderschutzbundes. Die bekannte TV-Moderatorin Aleksandra Bechtel, Daniel Schumacher, der nach wie vor populäre Gewinner des „DSDS 2009″, und Peter Schütten von den Bläck Fööss überreichen einen Scheck in Höhe von 50.335,75 Euro an Marlies Herterich und an Barbara Zaabe. Dies sind die Vorsitzende beziehungsweise die Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Köln.

Bei der Summe handelt es sich um den Erlös, der im Rahmen der Rennveranstaltung am 10. Juli für den Kinderschutzbund generiert werden konnte. Zum Wohle jener Kölner „Pänz“, die dringend einer Unterstützung bedürfen, fließt das Geld jetzt in die Arbeit des Kinderschutzbundes mit ein. Sehr zur Freude auch von Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters, des Schirmherren über den Benefizrenntag 2011.

Die Vorbereitungen auf das Großereignis am letzten Sonntag im September laufen im Weidenpescher Park seit geraumer Zeit schon auf Hochtouren. Das Geläuf präsentiert sich bereits in hervorragendem Zustand, und auf dem gesamten Gelände wird in diesen Tagen überall geputzt, gefegt und gewienert.

Für den Jahreshöhepunkt im domstädtischen Turf soll sich die älteste Sportstätte der Stadt selbstverständlich in Hochglanz präsentieren. Eckhard Sauren, der Präsident des Kölner Renn-Vereins, hofft vor allem auf eine besondere Gunst der Wettergötter. Ein goldener Spätsommertag wäre sicher die ideale Voraussetzung für ein volles Haus und vielleicht sogar auch eine neue Rekordkulisse.