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Der beste Poldi aller Zeiten

Quelle: Imago

Auf ihn kann sich der FC verlassen: Lukas Podolski schraubte beim 4:0 gegen den SC Freiburg sein Torekonto auf 13 Buden, soviele wie in der gesamten letzten Saison.

Ganz Deutschland diskutiert über einen möglichen Poldi-Wechsel. Nur einer zeigt sich davon unbeeindruckt: Lukas Podolski ist in der Form seines Lebens und hat bereits einen Rekord eingestellt. Es wirkte nach außen kaum böse und doch war es eine verbale Ohrfeige, die gesessen hatte: „„Lukas kann in einem besseren Verein als Schalke spielen – er kann in jedem Verein dieser Welt spielen“, strahlte Stale Solbakken über das ganze Gesicht, als er sich über die möglichen Wechselaussichten seines Topstars in den Ruhrpott ausließ.

Auch der Kölner Anhang hatte zuvor deutlich gemacht, was sie von dem Vorpreschen der „Knappen“ hielten. Minutenlang schallten Schmähgesänge über den FC Schalke 04 durch das Müngersdorfer Stadion. Abgelöst wurde diese nur durch weitere Huldigungen des kölschen Idols: Kampflos wollen die Fans ihren Lukas nicht ziehen lassen.

Zuvor hatte Podolski eine Demonstration seiner derzeit brillanten Form abgeliefert: Mit seinen Saisontoren 12 und 13 schoss er Freiburg nahezu im Alleingang ab und stellte damit seinen persönlichen Torrekord aus der vergangenen Spielzeit bereits nach 15 FC-Spielen ein. Dazu sprühte der 26-jährige Nationalspieler vor reiner Spielfreude und war an der Entstehung von 1:0 und 3:0 maßgeblich beteiligt.

„Lukas spielt das beste halbe Jahr seiner Karriere“, freut sich sein Trainer über die bisher überragende Hinserie Podolskis, der sich von allem unbeeindruckt zeigt. Der Entzug der Kapitänsbinde, die andauernden Wechselgerüchte um seine Person oder der unrühmliche Abgang des Präsidiums, das ihn zurück nach Köln geholt hat: Nichts davon bremst Poldis Spielfreude, die ihn in der Torjägerliste auf Rang 3 hinter Mario Gomez (FC Bayern München) und Klaas Jan Huntelaar (Schalke 04) geführt hat.

Zusammen mit seinem bayrischen Nationalmannschaftskollege peilt Podolski damit die 30-Tore-Marke am Ende der Saison an. Die beiden sind nämlich so gut wie seit 34 Jahren keine deutschen Stürmer nicht mehr. 1977 führten mit Dieter und Gerd Müller die Jagd auf die Kanone mit 17 beziehungsweise 15 Treffern an. Seitdem gelang das keinem deutschen Sturmduo mehr – und auch damals waren es ein Stürmer aus Köln und einer aus München.

So überragend das 2:0 vom 26-jährigen Nationalstürmer erzielt wurde, das Stochertor zum 4:0 wird dennoch größer in seine FC-Geschichte eingehen: Damit hat Lukas Podolski in der Bundesliga 50 Tore für seinen Verein auf dem Konto – und geht es nach den Kölner Fans, sollen es noch einige werden.