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Colonia Cup: FC tankt Selbstvertrauen

Traf gegen Valencia zum vorentscheidenden 3:1: Neuzugang Milos Jojic Foto: imago/MIS

Traf gegen Valencia zum vorentscheidenden 3:1: Neuzugang Milos Jojic
Foto: imago/MIS

Zwei gelungene Auftritte beim Colonia Cup: Der 1. FC Köln sichert sich nicht nur den Premierentitel, sondern geht auch mit einem guten Gefühl aus der Vorbereitung.

Die Sonne schien über Müngersdorf, als Matthias Lehmann, der neue Kapitän des 1. FC Köln, im RheinEnergieStadion die Trophäe des erstmalig ausgetragenen Colonia Cups in die Luft stemmen durfte. Das Wetter schien sich der Laune der Domstädter angepasst zu haben, die in den Duellen gegen Stoke City (2:1) und FC Valencia (3:2) auf ganzer Linie überzeugen konnten.“Es hat Spaß gemacht, ich glaube, dass sich die Jungs hier gut verkauft haben“, zeigte sich auch FC-Trainer Peter Stöger mit den Leistungen seiner Mannschaften durchaus zufrieden.

Und das durfte der Österreicher auch sein: Insbesondere die Offensivaktionen der „Geißböcke“ sorgten im RheinEnergieStadion mehrfach für wohlwollende Reaktionen des Publikums. Die Neuzugänge um Milos Jojic, der gegen Valencia mit einem direkt verwandelten Freistoß für das 3:1 sorgte, Leonardo Bittencourt und Anthony Modeste überzeugten auf ganzer Linie. In extrem guter Frühform präsentierte sich aber ein Kölner Eigengewächs: Yannick Gerhardt, gegen Stoke Siegtorschütze kurz vor Abpfiff, überzeugte gegen Valencia als dynamischer Taktgeber des neuen FC und wurde nach Turnierschluss zum besten Spieler des Colonia Cups gewählt.

Doch es war, das weiß Peter Stöger sicherlich am besten, an diesem Wochenende nicht alles Gold, was glänzt. Die Defensive, in der vergangenen Spielzeit noch das Prunkstück der Kölner, zeigte sich vor allem am Sonntag gegen Alvaro Negredo und Co noch nicht von ihrer Schokoladenseite. Zwar konnte Lukas Klünter ein erstes Ausrufezeichen setzen, doch die Abstimmung zwischen den Innenverteidigern und dem zentralen Mittelfeld ist im neuen 4-1-4-1-System noch nicht optimal. Es scheint, als dürften die Zeit des 0:0-Rekords in Köln Vergangenheit sein. Knüpft der FC an die beim Colonia Cup gezeigten Leistungen an, dann ist deutlich mehr Spektakel als noch im Vorjahr zu erwarten.

Doch letztlich sind auch die Eindrücke vom Wochenende spätestens in 14 Tagen, wenn es zum Bundesliga-Auftakt beim VfB Stuttgart kommt, Makulatur. Vom Erfolg beim Colonia Cup wird sich der FC dann nichts mehr kaufen können. Aber zu wissen, dass das Team auch gegen starke Gegner ansehnlich und erfolgreich Fußball spielen kann, dürfte nicht nur die Verantwortlichen am Geißbockheim beruhigen.