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Charr besucht Erdogan

Der Kölner Boxer Manuel Charr besuchte in Ankara den umstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Er überreichte dem Staatsmann ein Gastgeschenk und bat ihn, sich für den Frieden in Syrien einzusetzen.
Erdogan

Manuel Charr (r.) überreichte dem türkischen Präsidenten Erdogan einen WM-Gürtel (Foto: Global Sports Management)

„Präsident Erdogan ist ein großer Boxfan und hat mich nach meinen Kämpfen gefragt“, sagte Manuel Charr (31-4-0, 17 K.o.), WBA-Weltmeister im Schwergewicht, der von den zwei Weltverbänden WBA und WBC zum Friedensbotschafter ernannt wurde, nach seinem Treffen mit dem türkischen Präsidenten.

Als Gastgeschenk überreichte er dem Staatsoberhaupt der Türkei einen WM-Gürtel. Aus Dankbarkeit darüber, dass „die Türkei vier Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen hat“, erklärt Charr. „Außerdem habe ich ihn gebeten, sich für Frieden in Syrien einzusetzen.“

Der 33-Jährige wurde als Sohn eines syrischen Vaters im Libanon geboren und kam im Alter von vier Jahren als Flüchtling nach Deutschland. Charr: „Ich habe selber erlebt, was Krieg und Vertreibung bedeuten. Deswegen ist es mir so wichtig, mich für Frieden und Freiheit einzusetzen.“

Titelkampf in der Türkei?

Der WBA-Champion kann sich auch vorstellen, seinen Titel in der Türkei zu verteidigen. „Die Türkei ist ein tolles Land, und die Menschen sind absolut kampfsportverrückt“, sagt Charr. „Es wäre eine große Ehre für mich, zum ersten Mal eine Schwergewichts-WM in die Türkei zu bringen. Aber erst mal habe ich andere Aufgaben, auf die ich mich konzentrieren muss.“

Für den Kölner steht als nächstes die Pflichtverteidigung gegen den in Puerto Rico geborenen US-Amerikaner Fres Oquendo (37-8-0, 24 K.o.) auf dem Programm. Nachdem Oquendos Team den Kampf in der „Purse Bid“ ersteigert hatte, wird der Fight im Mai in Chicago stattfinden. „Als Weltmeister bin ich überall auf der Welt zu Hause“, so der Kölner Charr.