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Cacau stürmt das Südstadion

Cacau jubelt vor einer Werbebande

Doppeltorschütze im Kölner Südstadion: Stuttgarts Publikumsliebling Cacau sorgt für eine bittere Heimniederlage der Kölner Fortuna
Foto: imago/Manngold

Fortuna Köln verliert das Drittliga-Heimspiel gegen Angstgegner VfB Stuttgart II verdient mit 1:3 (0:1). Für die Schwaben trifft Ex-Nationalspieler Cacau doppelt. 

Ohne die Leistungsträger Julius Biada (Schulterverletzung) und Florian Hörnig (krank) hat Fortuna Köln den erhofften ersten Sieg im vierten Anlauf gegen den Angstgegner aus Stuttgart verpasst. Anstelle von Torjäger Biada brachte Fortuna-Trainer Uwe Koschinat den jungen Kai-David Bösing, der neben Marco Königs stürmte. „Er leistet richtig gute Arbeit und scharrt mit den Hufen. Ich bin sehr gespannt, wie er es umsetzen wird“, gab Koschinat seiner Nummer elf vor dem Spiel mit auf den Weg. Hinter den beiden Spitzen agierten Kristoffer Andersen und Johannes Rahn im zentralen Mittelfeld, sodass die Ausrichtung der heimstarken Südstädter durchaus offensiv war.

Diese nominelle Offensivkraft könnte die starke Fortuna-Offensive gegen laufstarke und spielfreudige VfB-Youngster jedoch nicht auf den Platz bringen. Zu Beginn konnte die Fortuna ausschließlich über lange Einwürfe von Andersen annähernd für Torgefahr sorgen. Andersen warf, der aufgerückte Daniel Flottmann blockte den Gegner weg und Rahn verlängerte per Kopf: so lief es einige Male. Mehr als ein geblockter Versuch von Hamdi Dahmani sprang allerdings nicht heraus (13.). Auf der Gegenseite könnten die Gäste einige Abschlüsse verzeichnen, ließen jedoch die nötige Genauigkeit vermissen. Einmal musste SC-Keeper André Poggenborg aber eingreifen, als er einen Freistoß von Gabriele über die Latte lenkte (17.).

Es war ein reichlich uninspirierter Auftritt der Fortuna. Der Weg in den Strafraum der Gäste wurde oft zu kompliziert gesucht. Nach einer geblockten Flanke von Dahmani dann der Schock: Ein langer Ball des VfB reichte, um eine Eins-gegen-Eins-Situation in der Kölner Hälfte zu provozieren. Grüttner wehrte den Abwehrversuch von Boné Uaferro geschickt ab und steckte dann durch auf den mitgelaufenen Cacau. Der erfahrene Ex-Nationalspieler hatte im Abschluss Glück, dass Flottmann den Ball unhaltbar für Poggenborg abfälschte – 0:1 (24.).

Rahn verletzt raus, Doppelschlag nach der Pause
Die Fortuna drängte anschließend zwar auf den Ausgleich, doch zunächst verpasste Bösing eine Dahmani-Hereingabe knapp (31.), dann zielte der Youngster beim ersten echten Torschuss der Hausherren nicht genau genug, sodass das Spielgerät knapp am linken Pfosten vorbeiflog (33.). Kurz vor der Pause gab es dann eine weitere Schrecksekunde aus Fortuna-Sicht: Johannes Rahn fiel nach einem Zweikampf an der Außenlinie unglücklich auf der Kante von Rasen und Tartanbahn und zeigte sofort an, dass es für ihn nicht weitergeht. Zur Pause kam Andreas Glockner für ihn ins Spiel.

Besser wurde es nicht. Stuttgarts starker Mwene drang nach feinem Doppelpass in den Straufraum ein und wurde von Tobias Fink per Foul gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Gabriele sicher (55.). Nur vier Minuten später folgte Cacaus zweiter Streich: Nach Flanke von Mwene sprang der 34-Jährige am höhsten und köpfte zum vorentscheidenden 0:3 ein (59.).

In einem schwachen Heimspiel gelang den Südstädtern lediglich noch der Anschlusstreffer durch Marco Königs. Der bullige Angreifer, der bis dato einen komplett verunglückten Nachmittag erlebte, köpfte eine Flanke von Lars Bender in die Maschen (76.). Am Ausgang der Partie änderte dieser Treffer freilich nichts mehr. So kassierte die Fortuna eine verdiente Heimniederlage gegen einen VfB Stuttgart, der durch diese wichtigen drei Punkte neue Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen darf. Für die Fortuna bleiben acht Spiele, um die geforderten fünf Punkte einzufahren, die Coach Koschinat deklariert, um sicher die Klasse zu halten.

Stefan Kühlborn