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Bundesliga-Krise hält an

Während in der Euro-League und im DFB-Pokal der Knoten geplatzt ist, läuft es für den 1. FC Köln in der Bundesliga weiter katastrophal. Gegen Hoffenheim verloren die „Geißböcke“ zuhause mit 0:3 (0:1).
Sandro Wagner erzielt das 3:0

TSG-Stürmer Sandro Wagner setzt mit seinem Treffer zum 3:0 den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie (Foto: imago/Chai v.d. Laage)

Es war eine Nacht, die wohl wenige FC-Fans so schnell vergessen werden. Die 5:2-Gala unter der Woche gegen BATE Borisov berauschte Anhänger und Mannschaft – doch der Kater ließ nicht lange auf sich warten. In der Bundesliga will der Knoten einfach nicht platzen, auch gegen Hoffenheim gelang es dem Team von Peter Stöger am 11. Spieltag nicht, den ersten „Dreier“ der Saison einzufahren. Dabei kam mit Hoffenheim eigentlich der perfekte Gegner ins RheinEnergieStadion. Die TSG hatte in der Bundesliga selbst seit vier Spielen nicht mehr gewinnen können, und hatte zudem die Auswärtsreise in der Euro-League (Istanbul) in den Knochen.

Der FC, mit Yuya Osako für Christian Clemens und Pawel Olkowski für Frederik Sörensen in der Startelf, versuchte die mögliche Verunsicherung der Gäste zu Nutzen und agierte von Beginn an wach. Doch auch den Hoffenheimern war anzumerken, dass sie nicht als Aufbaugegner nach Köln gereist waren. So entwickelte sich von Anfang an ein flottes Spiel. Die erste hochkarätige Chance nutzten dann in der 9. Minute die Gäste eiskalt. Demirbay bediente Amiri, dessen flache Hereingabe landete bei Geiger, der nach holpriger Annahme etwas Glück hatte, letztlich aber ohne Mühe aus kurzer Distanz einnetzte.

Der „Matchplan“ der Kölner war damit wieder einmal früh über den Haufen geworfen. Hoffenheim übernahm fortan die Initiative und drängte auf das 2:0. Gegen Ende der ersten Halbzeit fanden die Hausherren dann aber zurück ins Spiel und erspielten sich erstklassige Gelegenheiten: Die beste vergab Osako, dessen sehenswerter Schuss aus 20 Metern an den Pfosten klatschte (41.). So ging es mit 0:1 in die Pause. Hoffnung bestand aber noch, bewies der FC doch gegen Borisov eindrucksvoll, dass er in der Lage ist, einen Rückstand noch zu drehen.

Hoffenheim nicht Borisov

Dass aus einer Wende an diesem Tag allerdings nichts werden sollte, lag vor allem an den Gästen, die eine andere Qualität auf den Rasen brachten, als das weißrussische Team drei Tage zuvor. Und so ist die Geschichte der zweiten Halbzeit schnell erzählt: Nachdem TSG-Angreifer Mark Uth im Strafraum nach einem leichten Kontakt mit Olkowski zu Fall kam, verwandelte Nationalspieler Sandro Wagner den umstrittenen Strafstoß sicher (58.). Ein Nackenschlag für den FC, von dem sich die Mannschaft in den verbleibenden gut 30 Minuten nicht mehr erholte. Trotz erkennbaren Bemühens beschwörte die Stöger-Elf nur noch selten Gefahr vor dem Kasten von Gästekeeper Baumann.

So war es erneut Wagner vorbehalten, für den Schlusspunkt in diesem Bundesliga-Spiel zu sorgen. Eine Flanke von Kramaric vollendete der 29-Jährige aus spitzem Winkel per Direktabnahme souverän. Während die Hoffenheimer damit ihre Minikrise beenden, ist die 0:3-Niederlage für den Effzeh ein weiterer herber Dämpfer im Abstiegskampf. Mit zwei Punkten rangiert Köln nach wie vor auf dem letzten Platz. Hoffnung, den Bundesliga-Fluch bald beenden zu können, speist sich jedoch durch einen Blick auf den Spielplan. Mit dem Tabellendreizehnten Mainz (18.11.) wartet im nächsten Spiel ein sogenannter „machbarer Gegner“ auf die Kölner. Dass gegen Hertha BSC Berlin (26.11.) eine Woche später etwas gehen könnte, bewiesen die Domstädter durch ihren Sieg im DFB-Pokal. Genug Zeit, seine Mannschaft auf diese Teams vorzubereiten, hat Peter Stöger – aufgrund der Länderspielpause finden am kommenden Wochenende keine Bundesligapartien statt.

Aufstellung: T. Horn – Olkowski, Maroh , Heintz , Rausch – M. Lehmann (Sörensen), Özcan (58. Jojic) – Osako, Bittencourt – Zoller (67. Handwerker), Guirassy