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Bully vor dem Frühstück

Quelle: Markus Schreuer

Insgesamt sieben Hobbyteams jagen in der Cologne Hockey League der Hartgummischeibe hinterher.

Yetis, Smilies, Thunder, Orcas, Igels, Mad Dogs, Dragons – Eishockey wird in Köln nicht nur von Haien gespielt. In der Cologne Hockey League gehen sieben Hobby-Teams auf Puckjagd. Köln.Sport checkt, was in der Liga abgeht.

Samstagmorgen, 5:30 Uhr in Deutschland: Draußen ist es noch dunkel. Während die einen gerade aus der Disko nach Hause kommen, liegen andere noch gemütlich im Bett und genießen ihren Wochenendschlaf. Nicht so im Schatten der Lanxess-Arena in Köln-Deutz.

Nach und nach schleichen noch ziemlich müde blickende Gestalten Richtung Kölnarena 2. Alle vollgepackt mit Eishockey-Material. Ist es das Profiteam der Kölner Haie? Weit gefehlt: Es sind die Akteure der Yetis Köln und der Cologne Smilies. Denn: In einer Dreiviertelstunde steht das Eröffnungsbully an.

Gesunde Portion Ehrgeiz

Eishockey um 6.30 Uhr? Richtig gehört! Für beide Teams geht es um wichtige Punkte in der Cologne Hockey League (CHL). „Wir sind schlecht gestartet“, erklärt Wolfgang Hundhausen, Stürmer und Teamleiter der Yetis. Schon das erste Spiel ging auf eigenem Eis mit 3:5 gegen die Orcas aus Hennef verloren.

„Da haben wir nur auf ein Tor gespielt und trotzdem verloren“, erzählt Hundhausen weiter. Obwohl es „nur“ um Punkte in einer Hobbyliga geht, merkt man dem „Yeti“ die gesunde Portion sportlichen Ehrgeiz an. Mit den Cologne Smilies ist allerdings der amtierende Meister zu Gast. Noch dazu kennen die Gäste das Eis aus dem Effeff, trainieren und spielen sie doch ebenfalls an der Gummersbacher Straße, allerdings jeweils montags um 22 Uhr.

Eiszeiten sind rar

Mit derart unchristlichen Bullyzeiten müssen fast alle CHL-Mannschaften leben. Eiszeiten sind rar in der Domstadt. Auch nach der Eröffnung des neuen Lentparks, der dem Team der Cologne Thunder fortan als Heimspielstätte dient. Doch beschweren will sich niemand. 

„Wir haben mit der Kölnarena 2, dem Lentpark sowie den Hallen in Bergisch Gladbach und Troisdorf schon sehr gute Möglichkeiten“, beschreibt Florian Licht die Hallensituation. Licht ist Teil der Ligenleitung und selbst im Trikot der Rhein Igels aktiv. „In anderen Regionen müssen die Teams teilweise kilometerweit fahren, um aufs Eis gehen zu können.“

Seit 1995 jagen die Hobby-Mannschaften in Köln ununterbrochen dem Puck hinterher. Noch ein Jahr länger existieren die Yetis. „Wir haben die Liga sozusagen mit aus der Taufe gehoben“, erinnert sich Wolfgang Hundhausen, dessen Team sich aus einer Fangruppe der Kölner Haie heraus entwickelte. „Ein bisschen Schlittschuhlaufen konnten wir alle. Warum sollten wir also nicht auch zum Schläger greifen?“

Den kompletten Artikel könnt ihr in der aktuellen Köln.Sport-Ausgabe lesen.