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„Kann es nicht allen Recht machen“

Quelle: Horst Fadel

Klartext am Südstadion: Albert Streit wirkte beim Termin mit Köln.Sport nachdenklich.

In der neuen Ausgabe von Köln.Sport spricht Fortuna-Neuzugang Albert Streit offen wie nie über seine Vergangenheit und sein Image als Fußballer. Lesen Sie hier, was dem „Skandal-Profi“ auf der Seele brannte.

Beim Interview-Termin am Südstadion wirkt Albert Streit aufgewühlt. Man merkt: Der Mann will mal etwas loswerden. Und tut es dann auch. Im Exklusiv-Interview mit Köln.Sport packt der 33-Jährige schonungslos aus. Über die Zeit im Profifußball, seine Trennung von Viktoria Köln und sein Image in der Öffentlichkeit.

Herr Streit, hat Ihnen Viktoria-Trainer Claus-Dieter Wollitz die Gründe für Ihre Freistellung vom Training mal erläutert?
Albert Streit: Nein, bis heute nicht! Ich wurde ohne Grund freigestellt. Von niemandem im Verein habe ich erfahren, warum ich plötzlich nicht mehr Teil der Mannschaft sein sollte. Dann gab’s ein völlig inakzeptables Angebot, meinen Vertrag vorzeitig aufzulösen. Normalerweise trifft man sich bei so etwas doch irgendwo in der Mitte. Ich nenne jetzt keine Summe. Aber das hätte so kein Spieler akzeptiert, der einigermaßen was in der Birne hat! Deshalb gab’s lange keine vernünftige Basis mehr für Gespräche. So hat sich die Geschichte mit meinem Ex-Verein dann viel länger hingezogen, als es eigentlich hätte sein müssen.

Jetzt kicken sie wieder in der Regionalliga. Kann man da als ehemaliger Bundesliga-Star nicht nur verlieren?
Albert Streit: Es jedem recht machen zu wollen – das habe ich schon vor Jahren aufgegeben. Das funktioniert bei mir einfach nicht! Es wird immer Zweifel an meiner Person geben. Egal, was ich mache. Meine Frau hat mal gesagt: „Selbst wenn du etwas Positives machst, wird bei dir immer nur das Negative gesehen.“ Selbst wenn ich ein kleines Kind aus dem Wasser ziehen würde, würden die Leute noch sagen: „Super, du hast den Kleinen zwar vor dem Ertrinken gerettet. Aber die Klamotten sind ja ganz nass.“

Ist die Fußballbranche Ihrer Meinung nach scheinheilig?
Albert Streit: Ich komme generell mit Leuten nicht klar, die das Wappen küssen und erzählen: „Das war schon immer mein Verein!“ Und dann kommt Bayern München und bietet das fünffache. Aber der Spieler wechselt natürlich nur wegen der „sportlichen Perspektive“. Natürlich ist das scheinheilig! Dabei ist es doch ganz normal, dass man auch des Geldes wegen diesen oder jenen Vertrag unterschriebt. Und das habe ich auch immer offen kommuniziert. Vielleicht hat mich diese Offenheit das ein- oder andere Jahr in der ersten oder zweiten Liga gekostet.

Das komplette Interview sollen Sie in der neuen Ausgabe von Köln.Sport (erscheint am 23. Januar)!