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Baggern mit Urlaubs-Flair

Quelle: imago

Beachvolleyball gehört zu den Sportarten, die sich gerade im Sommer enormer Beliebtheit erfreuen.

Beachvolleyball wird in der Domstadt immer populärer. Nur, wie gut ist die Kombi aus Sport und Service auf den Kölner Anlagen eigentlich? Köln.Sport hat fünf Beach-Clubs gecheckt. Die Sonne brennt erbarmungslos. Schatten spenden lediglich vereinzelte Palmen. Schweiß, sandbedeckte Haut, hektisches Rufen: Das Beachvolleyball-Match ist in vollem Gange. Im Hintergrund trällern „De Höhner“ aus voller Kehle „Viva Colonia“: Herzlich willkommen im Kölner Sommer! Oder genauer: In einer der zahlreichen Kölner Beach-sport-Anlagen. Hier ist der präzise Schmetterschlag ebenso zu Hause wie der frisch zubereitete Caipirinha (für danach!), und geschmeidige Bagger sind auf dem Spielfeld gleichermaßen gefragt wie an der Bar. Beachsport-Anlagen in Köln sind das Epizentrum sportlicher Höchstleistungen und funsportlichen Angebertums, und sie sind Trainingszentrum, Szene-Treff und Catwalk vereint mit Urlaubs-Ambiente.

Doch gibt es überhaupt die perfekte Vereinigung aus Sport, Fun und Flirt? Schließlich ist dem Trainingsehrgeizling nur bedingt geholfen, wenn sich auf seinem geliebten Sandplatz anstelle von veritablen Herausforderern nur vergnügungswillige Bikini-Beautys tummeln. Kölsche Casanovas dürften hingegen nur leidlich Freude daran empfinden, anstelle der erhofften gebräunten Schönheitsköniginnen breitschultrige Schmetter-Asse beim brachialen Spiel zu betrachten. Köln.Sport nimmt daher die fünf populärsten Kölner Beachsport-Anlagen unter die Lupe und verrät, wo welche Prioritäten gesetzt werden.

Playa in Cologne

Direkt am Fuße des RheinEnergieStadions befindet sich die Playa Cologne. Auf fünf Plätzen können Freunde des Strandsports sich beim Beachsoccer, Beachhandball oder Beachvolleyball austoben. Neben Jonas Reckermann und Markus Dieckmann, Weltmeister und Olympiasieger im Beachvolleyball, sind hier zahlreiche Studenten der angrenzenden Sporthochschule Stammgast. Das garantiert nicht nur ein strammes Spielniveau, sondern auch jede Menge verstohlene Blicke auf durchtrainierte Körper – etwa von der Bar oder vom Biergarten aus.

Kurzum: Das Publikum ist jung, ehrgeizig und sieht gut aus; Fettpölsterchen sind hier in etwa so beliebt wie Hagel oder Schneeregen im Sommer. Die Atmosphäre ist dennoch angenehm entspannt. Bequeme können den Tag sogar problemlos auf einer der zahlreichen Liegen im Schatten exotischer Gewächse verbringen. Die Bar bietet eine bunte Palette verschiedener Drinks an.

Darüber hinaus können Hungrige eine Reihe von Snacks, Salaten und Schnitzeln, aber auch erstaunlich unsportlichen Gerichten (Fritten und Co.) bestellen. Wirklich günstig sind diese jedoch nicht. Sinn und Zweck der Playa ist in erster Linie der leistungsorientierte Beachvolleyball-Sport, sofern nicht gerade eine der zahlreichen abendlichen Partys stattfindet.

Playa in Cologne, Junkersdorfer Straße 1, 50858 Köln, www.playa.de

Sundown Beach Club

Direkt am Ufer des Escher Sees liegt der Sundown Beach Club. Nicht ohne Grund fehlt das Wort „Sport“ im Namen der Anlage: Gerade einmal ein Beachvolleyballfeld ziert den weißen Sandstrand. Das allerdings genügt den Ansprüchen gelegentlicher Hobbyspieler vollauf. Weitaus zahlreicher vertreten sind Sitz- und Liegemöglichkeiten, auf denen die Beachbesucher den Klängen der gigantischen Soundanlage lauschen können.

Wer zum Sundown Beach Club fährt, der möchte vor allem eines: entspannen. Abschalten vom Arbeitsalltag, faulenzen unter Palmen. Nicht selten legen hier renommierte DJs auf, die den passenden Klang zu Sonnenbrille, Sonnencreme und Sonnenuntergang liefern. Das Publikum reicht von Alt bis Jung, oder präziser: sehr jung. Zahlreiche Familien steuern den Escher See als Ausflugs- und Picknickziel an.

Nicht selten wimmern kleine Racker an der Seitenauslinie des Volleyballfeldes über zertretene Sandburgen oder zetern das zeitlose Knirps-Klagelied „Die lassen mich nicht mitspielen!“. Ein echter Szene-Treff voller flirtwilliger Singles ist der Sundown Beach Club also eher nicht. Dafür bietet er das Rundum-Wohlfühlprogramm: Die Küche hat leckere Snacks im Angebot, der seperate Pommeswagen kulinarische Klassiker wie die Currywurst, und die Bar bietet eine vielfältige Auswahl an Cocktails. Ibiza-Atmosphäre im Kölner Norden.

Sundown Beach Club, Am Baggerfeld 4, 50767 Köln, www.sundownbeach.de

Soccerarena Hürth

Die Soccerarena lockt nicht nur Kicker, denn die Sandsport-Anlage im Freien gehört zu den professionellsten in Köln. Ganze sechs Plätze stehen den Bagger- und Pritschwütigen zur Verfügung, allesamt in hervorragendem Zustand. Wer sich verausgabt hat und ein Päuschen abseits der Kicker-bevölkerten Bar sucht, kann es sich im Biergarten auf einer der zahlreichen Liegen bequem machen oder sich im Pool abkühlen.

Vergnügliche Wasserschlachten finden hier jedoch eher selten statt, denn wer an der Soccerarena Hürth Beachvolleyball spielt, hat sportlichen Ehrgeiz. Spiel, Satz und Sieg sind die Kriterien, die zählen – der schöne Schein ist nur Beiwerk. Das Publikum ist größtenteils männlich, die Gesprächsthemen ebenfalls. Fußball und Beachvolleyball dominieren die Soccerarena – nicht unbedingt die ideale Umgebung für Flirtwillige. Nichtsdestotrotz bieten Biergarten und Bar ein umfangreiches Angebot an Getränken und Snacks.

Soccerarena Hürth, Winterstraße, 50354 Hürth, www.soccerarena-huerth.de

Altes Poststadion

Die Beachanlage am alten Poststadion in Bocklemünd ist so, wie sie klingt: nämlich urig-gemütlich. Selbstverständlich können ambitionierte Beachvolleyballer es auf den drei Sandplätzen auch krachen lassen. Die Anlage genügt hohen sportlichen Ansprüchen, die Mietpreise sind dafür erstaunlich moderat.

Im Vordergrund steht jedoch die Kneipe „Am alten Poststadion“, die vor allem mit gutbürgerlicher Küche glänzt: Schnitzel, Steak und Currywurst sind hier günstig zu erwerben – was nicht ausschließlich sportlich orientiertes Publikum anlockt. Bierbäuche müssen nicht versteckt werden; die offen zur Schau getragene männliche Lebensfreude erntet mitunter gar ein anerkennendes Nicken. Im Außenbereich finden sich darüber hinaus Bar und Biergarten. Beachvolleyball auf gemütlich-kölsche Art.

Altes Poststadion, Freimersdorfer Weg 4, 50829 Köln-Bocklemünd, www.altespoststadion.de

OMS Beachclub

Am OMS Beachclub finden sich zwei Volleyballfelder, die selbst bei ambitionierten Spielern keine Wünsche offen lassen: erstklassiger Sand, genormte Pfosten, hochwertige Netze. Das ist aller Ehren wert, jedoch in diesem Fall zu vernachlässigen. Denn wer hier spielt, der möchte nicht an seiner Technik feilen oder seine Sprungkraft verbessern. Wer hier spielt, möchte in erster Linie eines: gesehen werden. Style hat Vorrang vor Regelkunde, Spaß ist wichtiger als Erfolg.

Der Beachclub am Otto-Maigler-See ist ein echter Kölner Szene-Treff. In mediterranem Flair tummeln sich hier die Schönen und Vergnügungsfreudigen, genießen das abwechslungsreiche Cocktail-Angebot und flirten auf der Tanzfläche. Die gesamte Lounge ist mit Spitzdach-Zelten, exotischen Pflanzen, Liegestühlen, gemütlichen Sofas, Strandkörben, bequemen Sesseln und großen Himmelbetten ausgestattet.

Zahlreiche Laternen und Kerzenfackeln sorgen nach Sonnenuntergang für romantisches Ambiente, und die spezielle Wasserbeleuchtung ermöglicht Planschen im See unterm Sternenhimmel. Beachvolleyball dient hier vor allem einem Zweck: Kontakte für den weiteren Verlauf des Abends knüpfen.