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Rheinische Motorsporthistorie im Fokus

Die „Villa Trips – Museum für Renngeschichte“ zeigt ab sofort historisches Material, um den lokalen Rennsportgrößen aus Köln und dem Rheinland zu gedenken.

Austellung zur rheinischen Motorsporthistorie: Dem ehemaligen Kölner Formel-1-Piloten Rolf Stommelen und vielen weiteren Fahrern widmet das Museum für Renngeschichte eine Ausstellung. (Foto: imago/Hoch Zwei/Ronco)

Motorsporthistorie: Rolf Stommelen am 30. Juli 1978 im Cockpit seines Arrows Ford beim Großen Preis von Deutschland (Foto: imago/Hoch Zwei/Ronco)

Die aktuelle Ausstellung „Motorsportler und -Legenden“ ist zur Zeit in der „Villa Trips – Museum für Renngeschichte“ zu sehen. Sie erinnert an zahlreiche erfolgreiche Rennfahrer aus der Region und zeigt rare Exponate rund um den Automobilrennsport. Die Schau im ehemaligen Wohnhaus von Wolfgang Graf Berghe von Trips beleuchtet speziell die rheinische Motorsporthistorie. Auch die sportliche Entwicklung des „Gastgebers“ und des ehemaligen Kölner Formel-1-Piloten Rolf Stommelen wird ausführlich dokumentiert.

Rolf Stommelen ist heute nur noch den wenigsten ein Begriff. Der gebürtige Siegener mit Wohnsitz in Köln-Sülz begann seine Formel-1-Karriere 1970. Er startete damals regelmäßig mit einem Werks-Brabham und erzielte zehn Weltmeisterschaftspunkte. Seine beste Platzierung war der dritte Platz beim Großen Preis von Österreich. Insgesamt ging er in 54 Rennen in der Königsklasse an den Start. Es folgten Abstecher in die Sportwagen- und Langstreckenmeisterschaften. Dabei verunglückte Stommelen am 24. April 1983 beim 6-Stunden-Rennen auf dem Riverside International Raceway in Kalifornien tödlich.

Motorsporthistorie zum Anfassen

In der Ausstellung wird sein Werdegang sowie die von insgesamt 40 Rennfahrern aus dem Rheinland und der Umgebung dargestellt. Konzeptioniert und vorbereitet wurde die Ausstellung von Museumsleiter Jörg-Thomas Födisch, der die Besucher auf eine Zeitreise durch die Motorsporthistorie mitnimmt. Zu bestaunen gibt es neben spannenden Biographien und dem dazugehörigen Fotomaterial etliche Originalteile aus den Rennwagen der Fahrer sowie Trophäen, Helme und Rennanzüge.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung, einen Toyota Formel-1-Rennwagen, stellte Ralf Schumacher zur Verfügung. Der Kerpener war von 2005–2007 für das Team mit Sitz in Köln-Marsdorf tätig. Seinem Bruder, Rekordweltmeister Michael Schumacher, widmete Födisch gleich einen ganzen Raum. Zu sehen sind dort etwa Miniaturmodelle seiner Formel-1-Boliden sowie ein Original-Lenkrad aus seinem Cockpit.

Die Villa Trips ist an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung läuft bis auf Weiteres unbefristet. Weitere Informationen finden Sie auf www.automobil-rennsport.de.