fbpx

Aufsteigerduell der Gegensätze

Am Freitagabend, den 6. März, gibt es das Aufeinandertreffen der beiden direkten Aufsteiger Paderborn und Köln. Die Formkurven versprechen eine klare Angelegenheit. Allerdings gibt es im Team von Markus Gisdol noch einige Fragen zu klären.

Im Hinspiel durfte Simon Terodde (hier im Duell mit Luca Kilian) auflaufen – ob er nach der Sperre von Jhon Cordoba am Freitag erneut die Chance erhält, ist ungewiss. (Foto: imago images / Jan Huebner)

Als am Samstagabend das Spiel zwischen Köln und Schalke abgepfiffen war, konnte man regelrecht spüren wie sich eine generelle Erleichterung im Stadion aber auch in der ganzen Stadt breit machte. Einem Gegner, der internationale Ambitionen hat, in einer Art zu besiegen, wie es der Effzeh an diesem Abend vollbracht hatte, ließ die Fans des Clubs nur auf eine logische Konsequenz schließen: Wir werden nichts mit dem Abstieg zu tun haben!

Ganz anders stellt sich die Situation der Paderborner dar. Auch wenn der Aufsteiger gut in die Partie gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Mainzer startete, standen am Ende wieder null Punkte auf der Habenseite. Der Verein muss nun langsam jegliche Punkte sammeln, um den Abstieg in die 2. Bundesliga noch abwenden zu können.

Kann der Effzeh auch Auswärts?

Von den 29 Punkten in dieser Saison holten die Rheinländer bisher lediglich Zehn in fremden Stadien. Unter Markus Gisdol gab es bisher vier Niederlagen und die Siege bei Eintracht Frankfurt und Hertha BSC Berlin in der Fremde. An der Unterstützung der Fans scheitert es bisher zumindest nicht, denn im Durchschnitt sind über 4.500 Effzeh-Fans auf den Auswärtsreisen mit dabei. Damit liegen die Geißböcke im Bundesligaranking auf dem siebten Rang.

Mit sieben Siegen aus den letzten neun Spielen zeigt die Formkurve der Domstädter klar nach oben. Die Paderborner hingegen konnten in diesem Zeitraum nur sieben Punkte holen. Die Vorzeichen stehen also gut, dass der Effzeh am Freitagabend mit drei Punkten die Heimfahrt antritt.

Aufgepasst!

Wer die ersten 30 Minuten des Aufstiegsduell nicht verpassen möchte, muss diesen Freitag den Fernseher schon um 20 Uhr einschalten. Das Spiel wird eine halbe Stunde vor der normalen Anstoßzeit angepfiffen, weil das Stadion in einem Wohngebiet liegt und deshalb die Nachtruhe gewahrt werden muss. Sollte es also erneut zu Schmähplakaten gegen den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp oder den DFB kommen und das Spiel für eine Weile unterbrochen werden, müsste der Verein eine Strafe an die Stadt Paderborn zahlen.

Die Frage des Personals

Bleibt noch zu klären, welche Mannschaft Gisdol am Freitagabend ins Rennen schickt. Timo Horn liegt aktuell mit einer Erkältung flach und auch Ersatztorhüter Thomas Kessler steht derzeit nicht zur Verfügung. Falls Horn es also nicht bis zur Partie am Freitag schafft, würde Torwarttalent Julian Krahl zu seiner Chance kommen. Auch in der Offensive ist abzuwarten wie der Ausfall von Jhon Cordoba aufgefangen wird. Simon Terodde oder Anthony Modeste scheinen auf den ersten Blick die logischen Optionen zu sein.

Es besteht aber auch die Möglichkeit Mark Uth in der Sturmspitze auflaufen zu lassen, da Elvis Rexhbecaj gegen Schalke eine hervorragende Leistung auf der Position des zentralen offensiven Mittelfeld zeigte. Für Noah Katterbach kommt ein Einsatz in Paderborn wohl noch zu früh. Der talentierte Linksfuß ist zwar schon wieder im individuellen Training, wird aber wohl wieder von Benno Schmitz, der seine Sache gegen Schalke ausgezeichnet machte, vertreten. Zu einer Systemumstellung wird es nach den vergangenen Erfolgen wohl eher nicht kommen.