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Auf nur einem Rad ins Ziel

Quelle DPPI

Freuen sich über Platz Sieben: Dr. Thomas M. Schünemann (4. v. l.) und Matthias Kahle (2. v. r.)

Verfrühtes Ende bei der Silk Way Rallye 2012. Aus Pietätsgründen verzichteten die Veranstalter auf die Austragung der letzten Etappe. Das HS Rallye Team um den Kölner Matthias Kahle belegt in der Endabrechnung Rang sieben. „Die Silk Way Rallye wird spannender als je zuvor“, sagte der in Köln lebende Matthias Kahle vor der einwöchigen Marathon Rallye. Er behielt Recht. Von Platz Fünf aus gingen Kahle und sein Co-Pilot Dr. Thomas M. Schünemann auf die fünfte und letzte Etappe. Aus Respekt vor den Opfern, die bei der Flutwelle am 7. Juli in der Region Krasnodar starben, verzichteten die Ausrichter auf die Austragung des letzten Teilabschnitts.

Nach dem ersten Checkpoint hatten Kahle und Schünemann sogar noch die Chance auf einem Podestplatz. Nachdem auf der vierten Etappe bereits der Allradantrieb auf der Vorderachse den Geist aufgegeben hat, fiel nun 20 Kilometer vor dem Ziel auch noch die dritte Antriebswelle aus, sodass der Wagen das Ziel mit nur einem angetriebenen Rad erreichen musste. Trotz des Zeitverlustes fuhren Kahle/Schünemann ihren SAM30D CC auf den Siebten Platz.

„So einen verrückten Tag habe ich noch nie erlebt“, sagte ein bewegter Matthias Kahle im Ziel. „Wir lagen sehr gut im Rennen, bis sich eine Antriebswelle nach der anderen verabschiedet hat. Aber wir haben nicht aufgegeben und weiter gekämpft. Wir sind überglücklich, dass wir das Ziel erreicht haben.“ Sein Kollege Dr. Thomas M. Schünemann ergänzte: „Ich kann mich Matthias nur anschließen. Das war ein richtiger Höllenritt heute. Wir haben wie verrückt gekämpft, um das Ziel zu erreichen und wir haben es tatsächlich geschafft.“