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Abschiedsspiel für Aufstiegshelden

Thomas Kraus ebnete der Fortuna den Weg in die dritte Liga und führte das Team interimsmäßig als Kapitän aufs Feld. Nach der Saison wird er die Südstädter aber ebenso verlassen wie Ercan Aydogmus (2.v.l.= Foto: IMAGO/ foto2press

Thomas Kraus ebnete der Fortuna den Weg in die dritte Liga und führte das Team interimsmäßig als Kapitän aufs Feld. Nach der Saison wird er die Südstädter aber ebenso verlassen wie Ercan Aydogmus (2.v.l.)
Foto: IMAGO/ foto2press

Vor dem letzten Heimspiel der Saison gegen den SV Wehen Wiesbaden (Sa.,13.30 Uhr) ehrt Drittligist SC Fortuna Köln die sieben Akteure, die die Südstädter zum Saisonende verlassen werden. 

Unerwartet traf Drittligist Fortuna Köln unter der Woche die Anfrage von Thomas Kraus. Der 28-Jährige teilte den Verantwortlichen mit, dass er die Südstädter trotz eines noch laufenden Vertrages am Saisonende verlassen wolle. „Thomas ist auf uns zugekommen und hat darum gebeten, seinen Vertrag aufzulösen, weil er woanders eine interessante sportliche Herausforderung in Kombination mit einer beruflichen Perspektive über den Fußball hinaus sieht. In den vergangenen Jahren hat sich Thomas hier mit Haut und Haaren der Aufgabe bei Fortuna Köln verschrieben. Aufgrund seiner Verdienste für die Fortuna haben wir uns daher dazu entschlossen, seiner Bitte nachzukommen“, lässt sich Geschäftsführer Michael W. Schwetje auf der Fortuna-Homepage zitieren.

Im Relegations-Hinspiel gegen den FC Bayern München II hatte Kraus der Fortuna mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg im Sommer den Weg zum Aufstieg in die dritte Liga geebnet. In dieser Spielzeit führte der Flügelspieler die Mannschaft zwischenzeitlich als Kapitän aufs Feld und erzielte in 34 Einsätzen drei Tore und bereitete fünf Treffer vor. Insgesamt trug Kraus 120 Mal das Fortuna-Trikot (37 Tore/20 Vorlagen). Kraus‘ 121. Einsatz wird auch sein letzter im Südstadion sein. Doch nicht nur der impulsive Fanliebling bestreitet im letzten Heimspiel der Saison gegen den SV Wehen Wiesbaden seinen persönlichen Abschied.

Auch Publikumsliebling Ercan Aydogmus, Dino Bisanovic, Sascha Marquet, Jan-André Sievers, Marko Stojanovic und Ersatzkeeper Pascal Wichmann werden im Vorfeld der Partie vor der Haupttribüne geehrt. „Ercan hat sich von der ersten Sekunde voll und ganz mit seiner Rolle bei Fortuna Köln identifiziert. Egal ob als Joker oder in der Startelf – er hat Tore am Fließband für uns geschossen und war ein Garant dafür, dass wir überhaupt Meister in der Regionalliga West geworden sind. Speziell in der Hinrunde der Aufstiegssaison hat Ercan uns getragen und dafür gilt ihm unser ewiger Respekt“, lobt Trainer Uwe Koschinat den Stürmer, der im August seinen 36. Geburtstag feiert.

Mit Kraus, Aydogmus und Außenverteidiger Sievers verlassen drei Aufstiegsgaranten die Südstädter, die Fortunas Weg in der jüngsten Vergangenheit entscheidend mit geprägt haben. Dies gilt leider nicht für Sascha Marquet. Vor der Saison als Königstransfer von Alemannia Aachen gekommen, konnte der zentrale Mittelfeldspieler die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Zwar hält Uwe Koschinat weiterhin viel vom 25-Jährigen, bei der Fortuna konnte er sich jedoch nicht dauerhaft in Szene setzen. Dabei steht die Partie gegen den BVB II, wo Marquet 20 Minuten nach seiner Einwechslung von Koschinat wieder vom Feld beordert wurde, sinnbildlich für eine unvollkommene Beziehung, die im Sommer ein vorzeitiges Ende findet.

Vor dem sportlich bedeutungslosen Spiel gibt es allerdings auch deutlich erfreulichere Nachrichten zu vermelden: Nach fast sechsmonatiger Verletzungspause trainiert Kristoffer Andersen wieder im Kreise der Mannschaft und könnte schon gegen Wiesbaden sein Comeback im Fortuna-Dress feiern. Gleiches gilt für Ozan Yilmaz. Nach seinem schweren Unfall und der langen Reha steht der 27-Jährige vor einer Rückkehr in den Kader und auf den Platz, ehe sich Yilmaz in der kommenden Vorbereitung für einen Stammplatz in Fortunas Drittliga-Kader empfehlen darf.

Bereits sicher ist, dass Fortunas Nummer zwei, Alexander Monath, gegen Wiesbaden und am letzten Spieltag in Regensburg das Kölner Tor hüten wird. Stammkeeper André Poggenborg darf sich nach einer grundsoliden bis starken Saison zum Ende hin eine verdiente Auszeit nehmen und dürfte die Partie gegen Wiesbaden, wie seine Mitspieler auf dem Rasen, ohne Druck genießen.