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99ers: Karneval als gutes Omen

Während in Köln die meisten Menschen am vergangenen Wochenende nur den Fastelovend im Kopf hatten, ging es für die Rollstuhlbasketballer der Köln 99ers am Samstag gegen den BC Münsterland zur Sache. Am Samstag errangen die Kölner einen 68:59-Überraschungssieg gegen den aktuellen Tabellenführer.
99ers

Die Partie gegen den Tabellenführer aus dem Münsterland hatte für die 99ers am Wochenende ein versöhnliches Ende. (Foto: Merlin Rieger)

Trotz Karneval waren zahlreiche Fans zum letzten Heimspiel der 99ers am Bergischen Ring angereist  und erlebten nach einem verhaltenen Start einen furiosen 12:4 Zwischenspurt der Gastgeber. Bis zum Viertelende war der Vorsprung sogar auf 18:8 ausgebaut und alle fünf Kölner Starting Five Akteure hatten für ihr Team gescored. Mit Beginn des zweiten Viertels erwarteten alle die Aufholjagd des Tabellenführers aus Warendorf. Doch die 99ers Defense war an diesem Tag der Schlüssel zum Erfolg. Insbesondere ließ man den Spielmacher der Gäste Jens Wibbelt, der normalerweise im zweistelligen Bereich punktet, keine einfachen Würfe. Er kam am Ende auf einen verwandelten 3er Wurfversuch. Das 2. Viertel ging, wenn auch nur knapp mit 14:12 an Köln.

Nach dem Seitenwechsel starteten die Gastgeber binnen weniger Sekunden mit einem 7:0 Lauf und bauten ihre Führung zum 39:20 aus. Allerdings war die 99ers Defence jetzt nicht mehr so dicht und der BBC kam nun auch regelmäßig zu einfachen Punkten. Während auf der Gästeseite Sören Müller am Ende auf 29 Punkte kam war es auf Kölner Seite Umut Akbay, der einen Sahnetag erwischte, mit einer Trefferquote von 75% brillierte und 24 Punkte zum Kölner Sieg beisteuerte. Der offene Schlagabtausch endete zur Freude der Zuschauer beider Lager mit 24:22. Nun ging es für die 99ers mit einem eher unerwarteten 56:42 ins letzte Viertel.

Jachmich bleibt cool

Der Tabellenführer wollte sich mit dem Ergebnis nicht zufriedengeben, kämpfte nun seinerseits und schaffte es, in der 37. Spielminute auf 62:55 heran zu kommen. Doch Köln hatte an diesem Tag die passende Antwort parat und traf seinerseits über Thomas Reier (9) und Timo Bergenthal (4) in der 38. Minute zum 66:55. Die letzten zwei Spielminuten waren dann nochmal etwas hektisch, Warendorf schaffte erneut den Anschluss zum 66:59 und schickte fortan die 99ers an die Linie. Aber auch hier ließen sich die Kölner nicht beirren. Kapitän Paul Jachmich, der erneut eine starke Partie ablieferte, war es vergönnt, zum umjubelten 68:59 Sieg einzunetzen und damit auch den direkten Vergleicht für die 99ers zu holen.

Danach war die Freude auf den Rängen aber auch beim Team natürlich riesengroß und man konnte mit allen Fans auf eine tolle Saison mit frischem Gilden Kölsch anstoßen. Durch den doch eher unerwarteten Sieg der 99ers und die ebenfalls überraschende Niederlage der Hot Rolling Bears aus Essen, kommt es nun am 8. März bei eben jenen zum Showdown um den zweiten zu vergebenden PlayOff Platz in der RBBL2N.

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