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440 Millionen Euro: Arena-Verkauf vor Abschluss

Lanxess-Arena Köln Deutz

Steht vor dem Verkauf an asiatische Investoren: Die Lanxess-Arena
Foto: imago/Revierfoto

Die Heimat der Kölner Haie steht vor dem Verkauf: Zwei asiatische Investoren sollen die Lanxess-Arena sowie zugehörige Gebäude für insgesamt 440 Millionen Euro erwerben.

Kurz vor dem Weihnachtsfest bahnt sich ein Mega-Deal an: Die Lanxess-Arena könnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge bald den Besitzer wechseln. Wie das „Manager Magazin“ berichtete, sollen sich zwei asiatische Investoren für 440 Millionen Euro den Komplex mit „Henkelmännchen“, Stadthaus, der „Kölnarena 2“ sowie dem benachbarten Gebäudeensemble mit Parkhäusern gesichert haben.

Die Namensrechte, die der Chemiekonzern „Lanxess“ 2008 für zehn Jahre erworben hatte, seien durch das Geschäft ebenso wenig beeinträchtigt wie der aktuell äußerst erfolgreich laufende Betrieb der Multifunktionsarena. „Der mit dem aktuellen Verkauf der Arena verbundene Eigentümerwechsel tangiert uns als Betreibergesellschaft erst einmal nicht“, erklärte Arena-Chef Stefan Löcher dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Wir können den Pachtvertrag bis ins Jahr 2032 verlängern. Dass wir zu den zehn bestbesuchten Arenen weltweit gehören, hat die Immobilie für Investoren erst interessant gemacht. Ein neuer Eigentümer bietet die Chance, dass in die Halle weiter investiert wird“, so Löcher.

Bislang gehört die Heimat der Kölner Haie mit 20.000 Plätzen inklusive Nebengebäuden dem „Immobilienfonds Köln-Deutz Arena und Mantelbebauung GbR“ des umstrittenen Immobilienentwicklers Josef Esch. Unter den 77 Gesellschaftern des Fonds, die Ende der neunziger Jahre knapp 320 Millionen Euro in den Bau der Arena investiert hatten, befinden sich unter anderem der Ex-Boxer Henry Maske, LTU-Erbin Vera Conle-Kalinowski und der Industrielle Hubertus Benteler.

Sie müssen dem Geschäft noch zustimmen, allerdings reicht dazu dem Vernehmen nach eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Auch die Stadt Köln, die bis 2029 Mieterin des Stadthauses ist und ein Vorkaufsrecht auf den Gebäudekomplex inklusive der erfolgreichen Multifunktionsarena besitzt, dürfte dem millionenschweren Verkauf nicht im Wege stehen: Ein Verzicht gilt laut „Manager Magazin“ als sicher, da somit eine weitere Verbindung zu Esch gekappt werden könne. Seit Jahren ist die Stadt mit dem Immobilienentwickler wegen des Neubaus der Messehallen in juristische Auseinandersetzungen verwickelt.