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FC verliert nach großem Kampf

Der 1. FC Köln blieb gegen Borussia Dortmund nach vier Spielen ohne Niederlage erstmals wieder ohne eigenen Zähler. Obwohl die Kölner bis zum Schluss aufopferungsvoll kämpften, erhielt die Hoffnung auf den Klassenerhalt durch die 2:3-Heimniederlage einen kleinen Dämpfer.
FC BVB

Für Frederik Sörensen (r.) und Co. riss gegen Dortmund die Serie von vier ungeschlagenen Spielen in Folge (Foto: imago/Chai v.d. Laage)

Kölns Coach Stefan Ruthenbeck änderte seine Startelf nach dem Unentschieden gegen den FC Augsburg nur auf einer Position: Guirassy stürmte für Osako. Bei den Gästen aus Dortmund stand Neuzugang Batshuayi als Aubameyang-Ersatz von Anfang an in der Sturmspitze.

Vor dem Spiel stand die Rückkehr von Peter Stöger im Mittelpunkt, zahlreiche Kameras waren auf den Österreicher gerichtet, der sich gewohnt unaufgeregt zeigte. Das Spiel selbst nahm dann nach circa zehn Minuten an Fahrt auf. Erst scheiterte Milos Jojic völlig freistehend an BVB-Keeper Roman Bürki (13.), dann traf Shinji Kagawa im Gegenzug mit einem Distanzschuss die Latte (14.).

Zur Mitte der ersten Halbzeit zog sich die Mannschaft des 1. FC Köln aufgrund der immer sicherer werdenden Dortmunder tief in die eigene Hälfte zurück. Der Gegentreffer zum 0:1 durch Michy Batshuayi fiel fast folgerichtig nach feiner Vorarbeit von Linksverteidiger Jeremy Toljan, bei der sich FC-Verteidiger Frederik Sörensen auf der rechten Abwehrseite zu einfach überspielen ließ.

Wilde zweite Halbzeit

Als Stadionsprecher Michael Trippel das Tor zur 2:0-Führung für Borussia Dortmund verkündet und die meisten Köln-Fans bereits mit dem Spiel abgeschlossen hatten, nahm Schiedsrichter Benjamin Brand nach Einschreiten des Videoassistenten Günter Perl zur Freude des Kölner Anhangs den Treffer zurück. Der Grund: Der vermeintliche Doppeltorschütze Batshuayi stand beim Anspiel hauchdünn im Abseits.

In der Halbzeitpause brachte FC-Trainer Stefan Ruthenbeck Simon Zoller für den angeschlagenen Christian Clemens. Doch dieser sollte erst in der 60. Spielminute so richtig in Erscheinung treten:

Nach einem Ballverlust von Christian Pulisic an Dominique Heintz trieb der FC-Verteidiger der Ball nach vorne und zog nach einer Art Doppelpass mit Simon Terodde ab. Weil Bürki den Ball nur zur Seite parieren konnte, war Zoller zur Stelle und köpfte den Ball zum 1:1-Ausgleich über die Linie.

Batshuayi mit perfektem Einstand

Die Freude währte allerdings nicht lange. Nur drei Minuten später erzielte Batshuayi seinen zweiten Treffer, nachdem Heintz den fast sicher geglaubten Ball doch noch unglücklich in Strafraumnähe verloren hatte (63.). Die Stimmung im ausverkauften RheinEnergieStadion verstummte, doch Jorge Meré erweckte die Kölner Anhänger wieder zum Leben. Nach einem Eckball von FC-Kapitän Jonas Hector stieg der Spanier am höchsten und köpfte mit dem Hinterkopf zum 2:2 ein.

Das Spiel war nun total offen. Der 1. FC Köln kam zweimal zu gefährlichen Gegenstößen über Comebacker Jhon Cordoba, doch seine Hereingaben von der rechten Außenbahn verfehlten den mitgelaufenen Terodde in der Mitte.

Den endgültigen K.o.-Schlag erlitten die Kölner schließlich nach einem Bilderbuch-Konter des BVB, den Andre Schürrle mit einem unhaltbaren Schuss von der Strafraumgrenze abschloss (84.).

Zwar warf der 1. FC Köln zum Schluss noch mal alles nach vorne, doch das Glück blieb den Gastgebern verwehrt. Während der FC mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufspielte, überzeugte bei den Gästen neben Neuzugang Batshuayi vor allem Schürrle mit lang vermisster Spielfreude.