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Effzeh besiegt Starensemble

Gegen Arsenal London zeigt der 1. FC Köln am fünften Spieltag der Europa League-Gruppenphase vor allem kämpferisch eine starke Leistung und gewinnt am Ende nicht unverdient mit 1:0 (0:0).
Guirassy und Özcan

Serouh Guirassy und Salih Özcan bejubeln den Treffer des Tages (Foto: imago/mika)

Dass das Heimspiel zwischen dem 1. FC Köln und Arsenal London etwas einmaliges sein würde, stand bereits im Vorfeld der Partie fest. Doch nicht nur der namhafte Gegner machte den Abend für alle FC-Anhänger besonders. Ein Ehrenapplaus für die vor kurzem verstorbene Clublegende Hans Schäfer sorgte bereits vor dem Anpfiff für Gänsehautmomente auf den Rängen.

Für das letzte Heimspiel in der Gruppenphase setzte Trainer Peter Stöger gegen den Favorit aus London auf eine im Vergleich zur Liga veränderte Grundordnung und bot mit Jhon Cordoba, Serouh Guirassy und Yuya Osako erstmals in dieser Saison einen Drei-Mann-Sturm auf. Im 5-2-3-System sollte das Mittelfeld schnell überbrückt werden und so Torchancen generiert werden.

Arsenal ohne Ideen

Zu Beginn der Partie tasteten sich beide Teams allerdings zunächst einmal ab. Arsenal überließ den Gastgebern weitestgehend den Ball und versuchte es mit Mittelfeldpressing. Der FC agierte couragiert, war aber auf Sicherheit bedacht und ging kaum Risiko. Ein Schuss von Jhon Cordoba in der 6. Minute aus spitzem Winkel blieb die einzig nennenswerte Tormöglichkeit für die Gastgeber in Halbzeit Eins.

Aber auch vom FC Arsenal London ging wenig Gefahr aus, nur selten deutete der Tabellensechste der Premier League sein Potenzial an. Chancen hatte lediglich Mittelfeldspieler Francis Coquelin. Sein Schuss aus der zweiten Reihe verfehlte in der 14. Minute nur knapp das Tor, eine Viertelstunde später scheiterte er aus kurzer Distanz am Pfosten. Hatte der 1. FC Köln in dieser Szene das Glück noch auf seiner Seite, gab es kurze Zeit später eine Hiobsbotschaft zu verkraften: Kapitän Dominic Maroh musste verletzt vom Feld, für ihn kam Konstantin Rausch in die Partie.

Guirassy eiskalt

So richtig Fahrt nahm das Spiel dann nach 60 Minuten auf. Arsenal-Verteidiger Mathieu Debuchy brachte Guirassy im Sechzehnmeterraum zu Fall, woraufhin der russische Unparteiische Vladislav Bezborodov auf den Punkt zeigte. Allen Aberglaubens zum Trotz trat der gefoulte selbst zum fälligen Strafstoß an und verwandelte sicher zur 1:0-Führung für die „Geißböcke“ (62.). Die Gäste aus London reagierten mit wütenden Angriffen und hätten durch Mertesacker (64., Kopfball) und Wilshere (66., Rechtsschuss, 67. Kopfball) beinahe umgehend die passende Antwort gegeben, konnten den Ball aber nicht im Netz unterbringen.

Der 1. FC Köln sah sich fortan zunehmend in die eigene Hälfte gedrängt, verteidigte den Vorsprung aber mit vollem Einsatz. In den letzten 20 Minuten mutierte Torhüter Timo Horn zum Matchwinner. Der FC-Keeper zeigte bei Paraden gegen den ansonsten abgemeldeten Olivier Girourd (76.) sowie gegen Nelson (88.) und Wilshere (90.+3) seine Extraklasse und hielt den Sieg fest. Nach 94 Minuten pfiff Schiedsrichter Bezborodov die Partie ab und die Kölner Spieler fielen sich in die Arme.

Mit sechs Punkten steht der 1. FC Köln nach dem Sieg aktuell auf dem zweiten Platz in der Gruppe H. Am letzten Spieltag der Gruppenphase kommt es nun zu einem Endspiel gegen Roter Stern Belgrad um den Einzug in die Zwischenrunde.