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Kehrseite der Beweglichkeit

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Schulterschmerzen belasten den Alltag vieler Sportler. Die Experten der KLINIK am RING – Köln informieren über die Ursachen und ­mögliche Behandlungsmethoden.

Die Struktur eines Schultergelenks ist sehr komplex und dadurch auch anfällig für Verletzungen (Foto: Getty Images)

Es gibt viele Sportarten, bei denen die Schulter mehr oder minder stark belastet wird, und es gibt praktisch keine Sportart, bei der sie am Bewegungsablauf gar nicht beteiligt ist. Die Schulter ist dabei auf unterschiedlichste Weise gefordert: Kraftüberträger und Stabilisator, beim Wurf, zur Beschleunigung eines Tennis- oder Golfschlägers, zum Ausbalancieren mit den Armen bei komplexen Bewegungen – die Aufgaben des beweglichsten Gelenks des menschlichen Körpers sind ungemein vielfältig. Ihren Ansprüchen kann die Schulter durch ihre besondere Bauweise gerecht werden: einem kugelartigen Gelenkkopf, der sich in einer flachen Gelenkpfanne bewegt. Damit das sehr bewegliche Schultergelenk dennoch stabil ist, ist es umgeben von einer komplexen Konstruktion aus Gelenkkapsel, Sehnen, Bändern und Schleimbeuteln. Die enorme Beweglichkeit der Schulter bietet viele Vorteile – und birgt gleichzeitig Gefahren. Denn aufgrund seiner Komplexität ist das Schultergelenk auch anfällig für Verletzungen.

Schulterschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden von Freizeit- und Profisportlern. Insbesondere bei Sportarten mit häufigen Über-Kopf-Bewegungen der Arme, wie etwa Tennis, Basketball oder Handball, kann es gehäuft zu Problemen kommen. Eine rechtzeitige Untersuchung und Behandlung durch einen Schulterspezialisten trägt dazu bei, dass aus anfänglichen Schmerzen keine schwerwiegende Schulterverletzung resultiert. „Zunächst muss die Ursache der Gelenkbeschwerden exakt analysiert werden. Sie ist die Basis einer erfolgreichen Therapie“, sagt Dr. Stefan Preis, Leitender Arzt der Abteilung für Orthopädie und Sporttraumatologie an der KLINIK am RING – Köln.

Mögliche Ursachen und Diagnose

Die Gründe für Schulterschmerzen sind ebenso komplex wie die Struktur des Gelenks. Die häufigste Ursache für Schulterschmerzen sind Sehnenreizungen bzw. Sehnenverletzungen. Vor allem die sogenannte Rotatorenmanschette (Sehnen, die am Oberarmkopf der Schulter ansetzen) wird bei vielen Bewegungen unter dem Schulterdachknochen gequetscht. Die Folge, eine Sehnenentzündung, wird von den Fachleuten Impingement-Syndrom genannt. Bei dauerhafter Sehnenschädigung verschleißt die Rotatorenmanschette und kann schließlich reißen. Um die Ursache von Schulterschmerzen herauszufinden, bedarf es der eingehenden Untersuchung durch einen Schulterspezialisten. Dabei wird die betroffene Schulter verschiedenen Tests unterzogen und eine Ultraschall- sowie ggf. eine Kernspin-Untersuchung durchgeführt.

„Wenn kein Schaden vorliegt, der zwangsläufig eine kurzfristige OP erforderlich macht, müssen zunächst die entzündeten Strukturen beruhigt und die Feinabstimmung zwischen den Gelenkstrukturen verbessert werden. Unser Grundsatz bei jeder Behandlung ist es, mit möglichst sanften Maßnahmen eine dauerhafte Heilung zu erwirken“, erklärt Dr. Stefan Preis die Herangehensweise bei der konservativen Methode. Diese reicht je nach Diagnose von Schonung, einfacher Kühlung und Salben bis hin zu physiotherapeutischer Behandlung, Tabletten oder auch Spritzen.

Moderne OP-Techniken

Führt keine der genannten Methoden zu einer dauerhaften Besserung, ist häufig ein arthroskopischer Eingriff ratsam. Bei strukturellen Verletzungen, wie etwa ­einem Sehnenriss oder der Ruptur der Rotatorenmanschette, ist eine OP generell meist die einzig sinnvolle Maßnahme. Durch moderne OP-Techniken wie die Arthroskopie hat sich das Behandlungsspektrum erheblich erweitert. Bei arthro­skopischen Operationen werden über Zugänge von wenigen Millimetern eine Kamera sowie feinste Operationsinstrumente in die Schulter eingeführt. Dadurch können Schäden genau inspiziert und unmittelbar behoben werden. „Arthroskopische Schultereingriffe stellen eine sichere und effektive Methode zur Therapie zahlreicher Schultererkrankungen dar. Heutzutage können selbst komplexe Schulterverletzungen wie Sehnenrisse oder eine Schulter­eckgelenk-Sprengung hervorragend und risikoarm operativ behandelt und somit repariert werden“, versichert Dr. Stefan Preis. Ziel eines jeden minimal-invasiven Eingriffs ist es, den Patienten die Schmerzen zu nehmen und die Beweglichkeit und Funktion der Schulter dauerhaft wieder vollkommen herzustellen. Nach arthroskopischen Operationen sind die Regenerationsphasen kurz, die Schulter kann nach dem Eingriff oft sofort mobilisiert werden.

Für eine effiziente Behandlung von Schultererkrankungen und Verletzungen sind Schulterspezialisten besonders geeignet: Dr. Stefan Preis und Dr. Jörg Schroeder, leitende Ärzte der Praxis und Belegabteilung für Orthopädie und Sporttraumatologie der ­KLINIK am RING in Köln, sind gemeinsam mit ihrem Team auf die Behandlung von Knie- und Schultererkrankungen spezialisiert. 2004 gründeten sie das WESTDEUTSCHE KNIE & SCHULTER ZENTRUM. Jährlich behandelt das achtköpfige Spezialisten-Team mehr als 10.000 Patienten und führt mehr als 2.500 Knie- und Schulteroperationen durch, davon circa 1.200 arthroskopische Operationen an der Schulter.

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