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Harter Brocken im Olympiastadion

Marcel Risse am Ball

Marcel Risse und der 1. FC Köln gastieren am Samstag in der Hauptstadt und wollen im Spitzenspiel ihre weiße Weste wahren.
Foto: imago/Nordphoto

Der 1. FC Köln gastiert am Samstag (15.30 Uhr) zum Bundesliga-Spitzenspiel bei Hertha BSC. Doch die Kölner Erinnerungen an die Hauptstadt sind nicht gerade positiv. 

Gewohnt ruhig und entspannt zeigte sich FC-Trainer Peter Stöger auf der Pressekonferenz vor dem achten Bundesliga-Spieltag. Grund für schlechte Laune gibt es rund um das Geißbockheim ja derzeit ohnehin nicht. Die Meldung, dass Timo Horn im Sommer die Zelte bei seinem Heimatklub abbrechen und zu Borussia Dortmund wechseln könnte, sorgte zwar in Fankreisen für Unruhe, doch prompt dementierte das Umfeld des Spielers, dass es diesbezüglich Gespräche gegeben habe.

Und wirklich verwunderlich erscheint es in diesen Tagen ja nicht, dass die Spieler des noch immer ungeschlagenen 1. FC Köln immer interessanter für andere, mitunter finanzstärkere Vereine werden. Es ist eine Situation, die sich die Mannschaft durch starke Leistungen und eine hervorragende Entwicklung erarbeitet hat. Es werden in den nächsten Wochen weitere Gerüchte um die besten Spieler des Vereins kommen. An manchen wird etwas dran sein, an anderen wiederum nicht. Und doch erscheint das Gebilde des 1. Fußballklubs der Stadt Köln so stark und so gefestigt, dass alle Gerüchte und dann möglicherweise auch der eine oder andere Abgang zum Ende der Saison dem Gesamtkonstrukt nichts werden anhaben können.

Bis es soweit ist, wird noch viel Wasser den Rhein hinab fließen. Die Gegenwart beschert dem FC am Samstag die Reise ins Berliner Olympiastadion, wo das Spitzenduell des Tabellenzweiten beim Tabellenvierten ansteht. Für die „Alte Dame“ aus der Hauptstadt hatte Stöger am Donnerstag ausschließlich lobende Worte übrig: „Sie spielen seit eineinhalb Jahren einen guten Fußball. Es ist eine Mannschaft mit einer Spielidee, vor der ich höchsten Respekt habe. Sie sind gut organisiert und haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Ich habe immer das Gefühl, dass sie bereit sind, für die Punkte alles zu unternehmen. Das macht es nicht leicht für uns. Wir freuen uns trotzdem auf dieses Spiel.“

Dass der FC unter der Regie des mittlerweile auch überregional viel gelobten Österreichers in Berlin noch kein Tor schoss und dementsprechend auch noch nicht gewinnen konnte, ist vor dem Duell am Samstag eine Randnotiz. Allerdings verdeutlicht diese Statistik (von den letzten vier Duellen gewann Hertha BSC drei, nur in der Saison 2014/15 holte der FC beim 0:0 in Berlin einen Punkt gegen die Hertha), wie schwer es ist, gegen die Mannschaft von Fanliebling Pal Dardai zu bestehen. Ob der guten Auswärtsauftritte des FC in dieser Saison, blickt Stöger dem Duell im altehrwürdigen Olympiastadion aber durchaus optimistisch entgegen: „Wir wollen das, was wir auswärts immer wieder zu Wege gebracht haben, fortsetzen. Das hat in Berlin nicht immer so gut funktioniert, was auch damit zu tun hat, dass es schwer ist, in Berlin Punkte mitzunehmen. Wir sehen bei uns nicht wirklich einen gravierenden Grund, etwas umzustellen, weil es ja in den letzten Wochen wirklich gut funktioniert hat.“

Grund zum Optimismus bietet auch die Tatsache, dass die Gäste in Berlin Bestbesetzung antreten können. Alle Spieler sind einsatzbereit. Auch Yuya Osako, der unter der Woche zwischenzeitlich aufgrund leichter Oberschenkelprobleme pausiert hatte. Über die Vertragsverlängerung des Angreifers freut sich Stöger sehr: „Ich bin sehr glücklich, dass es Jörg Schmadkte wieder gelungen ist, einen ganz wichtigen Spieler auf Jahre hinaus an uns zu binden. Das ist für den Verein ein weiterer Schritt und extrem wichtig für die Weiterentwicklung. Yuya hat hier ein Umfeld, in dem er sich weiter entwickeln kann und wo ihm immer wieder Vertrauen entgegengebracht wird. Das weiß er auch zu schätzen.“