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Fortuna: Die blütenweiße Weste verteidigen

Fortuna Köln empfängt am Mittwoch Hansa Rostock

Cauly Oliveira Souza (1.v.r.) und seine Mitspieler wollen im Flutlichtspiel gegen Hansa Rostock die weiße Weste im Südstadion verteidigen
Foto: imago/Picture Point

Unter Flutlicht trifft Fortuna Köln am Mittwochabend (19 Uhr) auf Hansa Rostock. Im Südstadion ist die Fortuna noch ungeschlagen. 

Der in Regensburg in letzter Sekunde verpassten Tabellenführung trauerte Uwe Koschinat drei Tage später keineswegs nach. „Am 38. Spieltag wäre das bitter, wenn du dann auf Platz fünf abrutschst. Es ist die Aufgabe der Fans darüber zu hadern. Für mich als Trainer ist wichtig, welche Leistung die Mannschaft erbracht hat“, betonte der Coach der Fortuna vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock.

Und mit dieser Darbietung war der Fußballlehrer trotz des späten Gegentreffers zum 2:2 sehr zufrieden. „Meine Mannschaft hat die Vorgaben hervorragend umgesetzt. Wir haben bis auf eine Ausnahme das Umschaltspiel des Gegners komplett unterbunden.“ Nachdem die Fortuna zu Hause bislang drei Siege einfuhr und noch kein Gegentor kassierte, erwartet die Kölner nun ein Gegner, der nach sieben Spieltagen seinen Ansprüchen wie so oft in den letzten Jahren schon wieder hinterherhinkt. „Das sie als Aushängeschild von Mecklenburg-Vorpommern letztes Wochenende zu Hause gegen Lotte verlieren, war für Hansa schon ein herber Rückschlag. Bis vor kurzem wussten die Fans des Vereins wahrscheinlich gar nicht, dass die Sportfreunde überhaupt existieren“, unterstreicht Koschinat, der glaubt, „dass der Gegner aufgrund der dürftigen Ausbeute schon mit dem Rücken zur Wand steht. Für uns wird es drauf ankommen., wieder ein dominantes Spiel hinzulegen“.

Kegel fällt lange aus
Nicht nur der kommende Gast sondern auch die böse Verletzung von Maik Kegel beschäftigte den Trainer selbstredend in den letzten Tagen. „Das ist jetzt nun Mal bittere Realität. Für uns ist seine schwere Verletzung eine absolute Katastrophe. Er ist ein Qualitätsspieler und mit ihm waren wir im Zentrum sehr flexibel“, so Koschinat über den vor der Saison aus Kiel geholten Mittelfeldspieler, der einen Riss des vorderen Kreuzbandes, einen Teilriss des Innenbandes sowie eine schwere Knochen-Knorpel-Quetschung im rechten Kniegelenk erlitt und für den die Saison voraussichtlich vorzeitig beendet ist.

In der Zentrale wird Koschinat nun wieder auf das Duo Markus Pazurek und Kristoffer Andersen setzen. „Das ist kein schwerer Eingriff sondern eine Rückkehr zu einem bewährten Duo.“ Dennoch schränkt der Ausfall Kegels die taktischen Möglichkeiten des Trainers ein. „Wir hatten Maik aufgrund der körperlichen Anfälligkeit von Kris ja bewusst verpflichtet. Problematisch wird es, wenn Kris nicht spielen kann, dann fehlt jetzt die Backup-Lösung.“ Denkbar wäre, dass dann Hamdi Dahmani die Sechser-Position bekleidet.

Während Lars Bender nach seinem grippalen Infekt wahrscheinlich auch noch am kommenden Samstag in Großaspach ausfällt, und Daniel Flottmann ebenso wie Serhat Koruk morgen wieder zum Kader gehören werden, vertraut Koschinat in der Spitze erneut Marc Brasnic. „Er hat nochmal eine Chance verdient. Marc war an sieben Punkten beteiligt. Das Elfmetertor tut ihm sicher auch gut. Lars hatte nach dem Chemnitz-Spiel einen Rückschlag. Für sein Spiel braucht er eine sehr gute körperliche Fitness.“

Ein Lob vor der versammelten Mannschaft verteilte Koschinat währenddessen an Dennis Engelman, der in den Wochen zuvor oft gar nicht im Kader gestanden hatte. „Er hat in Regensburg zwei sensationelle Flanken geschlagen und gezeigt, dass er in die erste Elf gehören kann. Er hat in den letzten Wochen viel Scheiße gefressen. Er ist absolut der Comebacker“, sagt der Trainer über den Rechtsverteidiger.