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FC scheitert an Berliner Mauer

Vedad Ibisevic Dominic Maroh 1. FC Köln Hertha BSC

Schoss das Tor des Tages für Hertha BSC: Vedad Ibisevic (l., hier im Zweikampf mit FC-Abwehrchef Dominic Maroh)
Foto: imago/mika

Der 1. FC Köln verliert sein Heimspiel gegen Hertha BSC mit 0:1. Den defensivstarken Berlinern reicht ein Treffer von Vedad Ibisevic zum Auswärtssieg.

Nach der Derbypleite muss der 1. FC Köln eine weitere Niederlage hinnehmen: Nach dem 0:1 gegen Hertha BSC können die „Geißböcke“ die Träume von Europa vorerst vergessen. Vor 48.900 Zuschauern im RheinEnergieStadion gelang Vedad Ibisevic, der bereits im Hinspiel mit zwei Treffern die Partie zugunsten der Berliner entschied, in der 43. Minute das Tor des Tages. Trotz einer Schlussoffensive gelang der Elf von Trainer Peter Stöger nicht mehr der ersehnte Ausgleich – auch weil Schiedsrichter Tobias Stieler dem FC einen klaren Handelfmeter verweigerte.

Der FC, der wieder auf Marcel Risse und Mergim Mavraj zurückgreifen konnte, erwischte den besseren Start in die Partie. Eine Co-Produktion der beiden Rückkehrer brachte fast die Führung für die „Geßiböcke“. Nach Risses Freistoß beförderte Mavraj den Ball Richtung Berliner Tor, die Fans jubelten bereits und auch die Tormelodie wurde gespielt – leider traf der Innenverteidiger aber nur das Außennetz (3.). Den nächsten Nadelstich setzte wieder der FC, doch Anthony Modeste brachte den Ball nach Risses Traumpass von außen genau auf Hertha-Keeper Rune Jarstein (7.).

Danach übernahmen die Gäste das Kommando – und wären um ein Haar in Führung gegangen: Salomon Kalou schoss allein vor FC-Keeper Horn allerdings deutlich drüber (19.). Sechs Minuten später war der Kölner Torwart allerdings gefordert: Haraguchis Distanzkracher lenkte er gekonnt über die Latte (25.). Es entwickelte sich ein offeneres Match, in dem der Gastgeber die nächste Chance hatte. Nach schöner Kombination über Lehmann und Bittencourt scheiterte Mladenovic an Jarstein (34.).

Kurz vor der Halbzeit klingelte es dann auch – allerdings im FC-Tor: Die Kölner bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Kalou bediente geistesgewärtig seinen Sturmkollegen Vedad Ibisevic, der aus zehn Metern überlegt zur Berliner Führung einschob (43.). Das war zu diesem Zeitpunkt durchaus nicht unverdient, stellte die Hertha den Gastgeber doch gerade im Spielaufbau immer wieder vor Probleme. Die maue Leistung ihres Teams quittierten die Kölner Fans mit einem leichten Pfeifkonzert zur Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel war es die Hertha, die erstmals wieder Tuchfühlung mit dem gegnerischen Strafraum aufnahm: Haraguchis Schuss wurde im letzten Moment von FC-Abwehrchef Dominic Maroh, der sein 100. Bundesliga-Spiel absolvierte, zur Ecke geblockt (49.). Gegen die defensivstarken Gäste suchte die Stöger-Elf lange nach einer Lücke, Mladenovics Schuss genau auf Jarstein war bis zur Stunde das einzige offensive Lebenszeichen (58.). Pech hatte der FC, als ihm in der 73. Minute ein klarer Handelfmeter verweigert wurde.

Der FC warf alles nach vorne – Stöger brachte die Offensivleute Hosiner, Jojic und Hartel, doch klare Chancen waren Mangelware. Jojics Direktabnahme verfehlte den Berliner Kasten klar (81.). Nur wenige Augenblicke flankte Risse perfekt auf Modeste, doch dessen Verlängerung kullerte an Jarstein vorbei an den Pfosten (82.). Die „Geißböcke“ waren nun drückend überlegen, Hertha versuchte den Vorsprung über die Zeit zu retten: Gerhardt verpasste nach Modestes Kopfballverlängerung nur knapp (86.). Am Ende reichte es für stürmisch attackierende Kölner gegen clever verteidigende Gäste nicht mehr zum Ausgleich.