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Köln erlebt Handball-Fest

Große Gegenwehr vor großer Kulisse: Der Bergische HC verliert vor über 13.000 Zuschauern in der Kölner Arena nur knapp gegen das Top-Team aus Kiel

Trotz großer Gegenwehr müssen sich die Löwen vom Bergischen HC (blaue Trikots) dem Spitzenteam aus Kiel knapp geschlagen geben
Foto: imago/osnapix

Beim „Christmas-Fight“ zwischen dem Bergischen HC und dem THW Kiel (28:31) verwandelten mehr als 13.000 Fans die Arena in einen Hexenkessel. 

Mit dem Duell Bergischer HC gegen THW Kiel hat die Handball-Bundesliga am Sonntagabend Station in Köln gemacht. Die 13.380 Zuschauer in der Lanxess Arena sorgten nicht nur für absolute Topstimmung auf den Rängen, sondern auch für die Rekordkulisse der bisherigen Spielzeit. Lautstark angepeitscht, hatte der als Gastgeber angetretene BHC den favorisierten Norddeutschen viel entgegenzusetzen und hielt die Niederlage mit 28:31 (10:15) in Grenzen.

Zwar dominierte der Tabellenzweite aus Kiel die Partie über weite Strecken, doch konnten die Bergischen bis zum Schluss die Spannung aufrecht erhalten. Trotz einer begeisternden Vorstellung überwintern die Löwen auf Rang 17 und müssen um den Klassenerhalt bangen. Auch für den THW blieb ein Wermutstropfen zurück: Kapitän René Toft Hansen musste mit einer schweren Knieverletzung vom Feld getragen werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus, die Kieler befürchten jedoch eine lange Pause für den Dänen.

Sportlich gesehen stand im so genannten „Christmas-Fight“ zunächst BHC-Torwart Björgvin Gustavsson im Mittelpunkt des Geschehens. Mit starken Paraden sorgte der Isländer für eine ausgeglichene Anfangsphase. Nach 14 Minuten stand es 3:3. Dann jedoch riskierten die Bergischen offensiv mehr und wurden dafür bestraft. Binnen sieben Minuten zog Kiel mit fünf Treffern davon und hielt diesen Vorsprung bis zum Pausenpfiff.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Als Gustavsson erneut einen Reigen an Chancen des Deutschen Rekordmeisters vereitelte, kam der BHC unter großem Jubel der Fans sogar noch einmal bis auf zwei Tore heran. Während die Halle kochte, kühlte der THW aber wieder ab und fand zurück in die Spur. Am Ende war das 28:31 für die Bergischen ein Achtungserfolg, auf den Trainer Sebastian Hinze und seine Mannschaft aufbauen können.