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1. FC Köln: Rekorde und viel Applaus

Die FC-Verantwortlichen Toni Schumacher, Markus Ritterbach, Alexander Wehrle und Werner Spinner (v.l., hier bei der feierlichen Andacht im Kölner Dom) erlebten bei der Mitgliederversammlung einen rundum positiven Abend, der im Vorfeld genau so erwartet worden war Foto: imago/Future Image

Die FC-Verantwortlichen Toni Schumacher, Markus Ritterbach, Alexander Wehrle und Werner Spinner (v.l., hier bei der feierlichen Andacht im Kölner Dom) erlebten bei der Mitgliederversammlung einen rundum positiven Abend, der im Vorfeld genau so erwartet worden war
Foto: imago/Future Image

Der FC-Vorstand wird im Rahmen der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit wiedergewählt. Geschäftsführer Wehrle verkündet vor 2.189 anwesenden Mitgliedern neue Rekordzahlen. 

Es war ein launiger Abend in der Deutzer Arena, den die 2.189 anwesenden Mitglieder (Rekordbesuch für eine Mitgliederversammlung des 1. FC Köln) sowie die Vertreter des Vereins am Montagabend verlebten. Die wichtigste Frage des Abends, die nach der Wiederwahl des Vorstands um Präsident Werner Spinner und seine beiden Mitstreiter „Toni“ Schumacher und Markus Ritterbach, konnte so schnell wie unspektakulär beantwortet werden: Mit fast einstimmiger Mehrheit wurde das Triumvirat für drei weitere Jahre in Amt und Würden gewählt.

Eine ähnlich große Zustimmung hatte es zu Beginn des Abends auf die einleitende Frage gegeben, ob Jonas Hector bei der Nationalelf in Zukunft alle Elfmeter schießen solle. Nach einem euphorischen Empfang, wie ihn – zumindest in den letzten Jahren – keine FC-Mannschaft erleben durfte, sangen Spieler, Trainerteam und Vorstand zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam mit allen Vereinsmitgliedern die FC-Hymne.

Rekordumsatz und -gewinn
Als wichtiger Punkt des Abends war die Verkündung der Geschäftszahlen mit viel Spannung erwartet worden. Und Geschäftsführer Alexander Wehrle enttäuschte nicht: Wie Wehrle freudig verkünden durfte, steigerte der 1. FC Köln seinen Jahresumsatz von 89,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 107 Millionen Euro. Dies ist ebenso ein Rekordergebnis in der Vereinsgeschichte, wie der Gewinn vor Steuern, der bei 10,5 Millionen Euro liegt (im Vorjahr 5,5 Mio.). Nach Abzug der Steuern bleibt ein Gewinn von 6,4 Millionen Euro (2,7 Mio. im Vorjahr). Die Nettoverschuldung konnte im Vergleich zum Vorjahr um drei Millionen Euro von 22,9 auf 19,9 Millionen Euro gesenkt werden. Des Weiteren stieg das Eigenkapital von 2,7 auf 9,2 Millionen Euro.

Das Ziel sei es, laut Wehrle, die Schulden des Vereins bis 2024 komplett abzubauen. Rein auf die Zahlen betrachtet, könnte dies sogar früher gelingen, allerdings bemerkte der FC-Finanzchef zurecht, dass es nicht ausschließlich um gute Bilanzen gehe, sondern darum, den 1. FC Köln dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren. Auch einen freudigen Ausblick in die Zukunft hatte Wehrle parat: So lasse sich schon jetzt prognostizieren, dass der FC im laufenden Geschäftsjahr erneut einen Rekordumsatz erzielen werde.

Dass viele Mitglieder wieder von europäischen Auftritten der Geißböcke träumen, kam angesichts der aktuell höchst erfreulichen sportlichen Situation natürlich auch am Montag zur Sprache. So bemerkte der für die sportlichen Belange zuständige Geschäftsführer Jörg Schmadtke, dass „unsere Träume nicht so weit entfernt sind von denen unserer Fans.“ Positiv wurde diesbezüglich, nicht nur von Schmadtke, zur Kenntnis genommen, dass der Verein für die Transferperiode im Winter noch finanziellen Handlungsspielraum besitzt.

Themen wie die Ausbaupläne des Vereins im Grüngürtel, die Stadionfrage, die Kritik an der Erhöhung der Parkplatzgebühren am Stadion seitens der Stadt sowie der Umgang mit Wolfgang Overath, mit dem sich Werner Spinner zur Aussöhnung treffen wird, wurden angesprochen und in positivem Rahmen diskutiert. Und so endete die wohl harmonischste Mitgliederversammlung seit dem letzten Meistertitel des FC kurz nach 22 Uhr und man blickte im weiten Rund der Arena fast ausnahmslos in zufriedene Gesichter.