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1. FC Köln: Frische Kräfte für die Abwehr

Der 1. FC Köln hat auf dem Transfermarkt sowohl Spieler verkauft als auch selbst zugeschlagen. Mit neuen Alternativen in der Innenverteidigung geht es nun ins letzte Saison-Drittel.

Bright Arrey Mbi (l.) und Julian "Jeff" Chabot heizen ab sofort den Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung beim 1. FC Köln an. (Foto: Herbert Bucco/IMAGO)
Bright Arrey Mbi (l.) und Julian „Jeff“ Chabot heizen ab sofort den Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung beim 1. FC Köln an. (Foto: Herbert Bucco/IMAGO)

Am letzten Tag des Transfermarktes, dem „Deadline-Day“, kam noch einmal Schwung in die Transferbemühungen beim 1. FC Köln. Mit Bright Arrey-Mbi vom FC Bayern München fand man noch einen vierten Mann für die Innenverteidigung. Fünf Tage zuvor war bereits der Leih-Deal mit Julian Chabot in trockenen Tüchern. Am Samstag könnte zumindest einer der beiden Neuzugänge bereits sein Pflichtspiel-Debüt gegen den SC Freiburg geben.

1. FC Köln: Abgänge von Jorge Meré und Sava Cestic

Ab dem 1. Januar konnten die Bundesliga-Teams – zumindest rein theoretisch – auf große Shopping-Tour gehen. Der 1. FC Köln, aufgrund seiner finanziellen Situation vielmehr im Modus Sparflamme unterwegs, suchte den Transfermarkt beinahe einen Monat nach Verstärkungen ab. Nach dem Abgang von Abwehrchef Rafael Czichos, dessen Wechsel in die amerikanische MLS bereits am 2. Januar verkündet wurde, gab sich FC-Trainer Steffen Baumgart noch gewohnt optimistisch: „Wir laufen jetzt nicht aktiv los und holen automatisch jemanden. Aber wir halten die Augen offen. Wir haben ja noch bis Ende Januar Zeit.“

Als am 18. Januar mit Jorge Meré und Sava Cestic zwei weitere Innenverteidiger ihre Zelte in Köln abbrachen, sahen sich die Domstädter schließlich in Handlungsnot. Obwohl der Zweitgenannte seit dem 27. Februar 2021 kein Pflichtspiel mehr für die Profis bestritten hatte, gingen Steffen Baumgart langsam aber sicher die Alternativen in der Verteidigung aus.


Alle Wintertransfers des 1. FC Köln 2021/22

Die Abgänge des 1. FC Köln im Überblick

  • 01.01.2022: Robert Voloder zu NK Maribor (Prva Liga, 1. Liga Russland)
    Position: Innenverteidigung
    Ablösesumme: 100.000 €
    Vertrag bis: am 19.01.2022 von NK Maribor weiterverkauft zu Kansas City (Major League Soccer, 1. Liga USA)
  • 02.01.2022: Rafael Czichos zu Chicago Fire FC (Major League Soccer, 1. Liga USA)
    Position: Innenverteidigung
    Ablösesumme: 455.000 €
    Vertrag bis: 31.12.2024
  • 18.01.2022: Jorge Meré zu CF América (Liga MX Clausura, 1. Liga Mexiko)
    Position: Innenverteidigung
    Ablösesumme: 900.000 €
    Vertrag bis: wahrscheinlich 3-Jahres-Vertrag
  • 18.01.2022: Sava Cestic zu HNK Rijeka (Hrvatski Telekom Prva Liga, 1. Liga Kroatien)
    Position: Innenverteidigung
    Ablösesumme: ablösefrei
    Vertrag bis: 15.06.2024
  • 18.01.2022: Noah Katterbach zum FC Basel (Super League, 1. Liga Schweiz)
    Position: Linker Verteidiger
    Leihgebühr: –
    Leihe bis: 31.12.2022

Die Zugänge des 1. FC Köln im Überblick

  • 26.01.2022: Julian Chabot von Sampdoria Genua (Serie A, 1. Liga Italien)
    Position: Innenverteidigung
    Leihgebühr: 300.000 €
    Leihe bis: 30.06.2023
  • 31.01.2022: Bright Arrey-Mbi vom FC Bayern München (1. Bundesliga)
    Position: Innenverteidigung
    Leihgebühr: –
    Leihe bis: 30.06.2023

Julian Chabot wechselt zum 1. FC Köln

Bereits wenige Tage vor den Abgängen von Jorge Meré und Sava Cestic kursierte in den Medien die Information, der Bundesligist würde sich nach einem neuen Innenverteidiger umsehen. Dass das Gerücht um den 23-jährigen Julian Chabot keine heiße Luft sein sollte, bestätigte sich gut anderthalb Wochen später.

Am 26. Januar verkündete der 1. FC Köln auf seiner Homepage, dass der in Deutschland bei RB Leipzig und Eintracht Frankfurt ausgebildete 1,95 Meter Turm auf Leihbasis bis Sommer 2023 vom italienischen Erstligisten Sampdoria Genua ans Geißbockheim wechselt. Mit der überschaubaren Summe von 300.000 Euro sorgte der Transfer überdies dafür, dass die Buchhaltung der Rheinländer nicht unnötig ins Schwitzen kam. Übrigens: Mit in der Verlosung um einen Platz im FC-Kader war wohl zuvor auch Kaan Ayhan, 27-jähriger Innenverteidiger von US Sassuolo (ebenfalls Serie A, 1. Liga Italien).

Nur einen Tag später, am 27. Januar, durfte der Julian Chabot im Testspiel gegen den FC Schalke 04 ran. Steffen Baumgart rechnet zudem mit einem Einsatz seines neuen Schützlings am Wochenende gegen den SC Freiburg: „Ich gehe davon aus, dass er im Kader gegen Freiburg stehen wird.“

Bright Arrey-Mbi als zweiter Neuzugang präsentiert

Obwohl die Kölner nun mit Timo Hübers, Luca Kilian und Julian Chabot drei gelernte Innenverteidiger im Kader hatten, waren die Verantwortlichen noch nicht ganz zufrieden. So verkündete Interims-Sportchef Jörg Jakobs kurz vor Ende der Transferperiode, dass weitere Neuzugänge geplant seien: „Wir arbeiten an einer weiteren Verpflichtung, wobei es sich dann um eine perspektivische Lösung handeln würde.“ Erst einen Tag vor der Verkündung des Deals war vereinzelt von einem Interesse des 1. FC Köln am 18-jährigen Abwehrspieler Bright Arrey-Mbi zu lesen.

Schnell gab es handfeste Beweise dafür, dass der Youngster des FC Bayern München in Köln anheuern würde, nachdem Bilder im Netz kursiert waren, die den deutschen U19-Nationalspieler am Kölner Trainingsgelände zeigten. Am 31. Januar gegen 15 Uhr meldete der Klub dann Vollzug. Bright Arrey-Mbi wird – wie Julian Chabot – bis Sommer 2023 im RheinEnergie-Stadion kicken.

Steffen Baumgart freut sich über neue Youngster

Steffen Baumgart freute sich unterdessen, dass der Wechsel auf den letzten Metern geglückt war: „Wir freuen uns, dass wir ihn an Land ziehen konnten. Es ist ein talentierter Spieler, der seine Zeit brauchen wird. Wir sind froh, ihn jetzt schon zu haben.“ Ob der Youngster im Aufgebot gegen den SC Freiburg stehen wird, kann zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Sicher ist jedoch: Mit den Transfers von Julian Chabot und Bright Arrey-Mbi hat sich der 1. FC Köln punktuell verstärkt und kann voller Zuversicht auf die kommenden Aufgaben in der Bundesliga blicken. (md)