Köln.Sport

Wirtschaft am Zug

Der Kölner Sport hat große Ziele: Wirtschaftsunternehmen den Wert des Sports aufzuzeigen, sie zu begeistern und sie mit ins Boot zu holen. Die Veranstaltung „Wirtschaft trifft Sport“ allerdings hat gezeigt: Das wird ein hartes Stück Arbeit.

Andreas Kossiski und andere Vertreter des Sports möchten enger mit Wirtschaftsvertretern zusammenarbeiten (Foto: Meike Helms / Stadtsportbund Köln)

Ein wenig Enttäuschung konnte Andreas Kossiski bei seiner Begrüßungsrede auf der von Sportstadt Köln e.V. und Stadtsportbund organisierten Veranstaltung „Wirtschaft trifft Sport“ nicht verbergen. Tausende Firmen hatten er und seine Kollegen angetackert, gekommen waren allerdings kaum Wirtschaftsvertreter. Das ist bitter für den Sport, der mit profunden Vorträgen seinen eigenen Wert darstellte und deutlich machte: Es tut sich was, der Kölner Sport ist aufgewacht, zieht an einem Strang und hat große Pläne!

Um diese umzusetzen braucht es allerdings Geld. Und das sitzt bekanntlich nicht so locker im Kölner Sport. Projekte, die Unternehmen unterstützen und somit Integration, Inklusion und mehr Bewegung in der Bevölkerung fördern könnten, gibt es – nicht zuletzt aufgrund des Sportentwicklungsplans – reichlich. Das sich eine Zusammenarbeit für die Wirtschaftsunternehmen in vielerlei Hinsicht lohnen würde, konnten Peter Pfeifer („Es wird Glanz auf die Unternehmen fallen, wenn sie sich in bestimmten Projekten engagieren“), Gregor Timmer („Investieren Sie in die Beschilderung einer Laufstrecke und schicken Ihre Mitarbeiter gleich mit auf die Strecke“) und Co. überzeugend darlegen.

Zu dumm nur, dass es bei der Zielgruppe nicht wirklich ankam, denn die zeigte bei herrlichem Wetter wenig Interesse an der Veranstaltung im Deutschen Sport- und Olympiamuseum. Sport und Wirtschaft – das ist die Erkenntnis dieser Veranstaltung – das funktioniert in Köln noch nicht wirklich. Der Sport allerdings hat sein Interesse, diesen Umstand zu ändern, gestern artikuliert. Nun sind die Wirtschaftsunternehmen am Zug. Im Sport in Köln (Verwaltung, Institutionen, Leistungssport) nämlich tut sich was, und das dürfte durchaus für mehr als nur ein Dutzend Wirtschaftsvertreter interessant sein.

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