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„Wir sind auf dem richtigen Weg“

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Uwe Krupp sieht seine Haie gut vorbereitet für den Start in die neue DEL-Saison Foto: IMAGO/Manngold

Uwe Krupp sieht seine Haie gut vorbereitet für den Start in die neue DEL-Saison
Foto: IMAGO/Manngold

Vor dem Saisonstart am Freitagabend in Straubing (19.30 Uhr) spricht Haie-Coach Uwe Krupp mit Köln.Sport. über die traditionell hohen Ansprüche in der Domstadt, die Ambitionen der Mannschaft und die Nachwuchssorgen im deutschen Eishockey.

 

Uwe Krupp, zunächst einmal Gratulation: Im Gegensatz zu den anderen Teams aus der DEL haben sich die Haie bisher ziemlich gut in der Champions Hockey League geschlagen.
Wir haben von Anfang an klar gestellt, dass wir den Wettbewerb ernst nehmen – und die Spieler haben die Herausforderungen gut angenommen.

 

Ist es ein Vorteil, Vorbereitungsspiele auf Wettkampfniveau zu bestreiten?
Absolut. Ich sehe aber nicht nur den Wettkampfcharakter als Vorteil. Es ist generell spannend, auf internationale Gegner zu treffen, die man nicht aus der eigenen Liga kennt. Sowohl für Fans als auch für die Spieler selbst. Meiner Meinung nach gehört ein solches Turnier darum unbedingt in den Eishockey-Kalender.

 

Betrachtet man die Zuschauerzahlen in der Lanxess-Arena, ist die CHL aber noch kein durchschlagender Erfolg. Was muss passieren, damit sich dies ändert?
Der Wettbewerb muss sich erst als fester Bestandteil der Saison etablieren. Dies geschieht vor allem durch Erfolge. Wie gesagt, mit unserer Leistung bin ich zufrieden. Und wir freuen uns über jedes weitere internationale Spiel.

 

Die Mannschaft hatte in der Vorbereitungszeit mit einigen Verletzungen zu kämpfen. Wie kam es dazu?
Wenn wir neue Spieler verpflichten, werden sie selbstverständlich auf Herz und Nieren überprüft. Unser Trainingspensum ist aber härter als bei den meisten anderen Teams – egal ob sie aus Europa oder Nordamerika kommen. Aufgrund von Überlastungen kann es darum immer wieder zu Muskelverletzungen kommen. Wir können vorbeugen, indem wir die Spieler dazu anhalten, uns sofort Bescheid zu geben. Aber: Die meisten Spieler wollen sich einfach keine Blöße geben. Das ganze ist aber nicht so tragisch.

 

Durch den Ausfall von Andreas Holmqvist ist Philip Riefers vom Angriff in die Verteidigung gerückt. Wie zufrieden sind Sie mit seiner bisherigen Leistung?
Ich bin positiv überrascht, er war offensiv stark und hat sich auch defensiv bisher keine Blöße gegeben. Er ist ein enorm guter Schlittschuhläufer und beherrscht alle Bewegungsabläufe, die man als Verteidiger braucht. Zudem ist er körperlich sehr groß und spielt mit viel Übersicht. Aber natürlich musste er sich umstellen. Als Stürmer ist man im Gewühl mittendrin, in der Abwehr hat man das Spiel zum größten Teil vor sich.

 

Kann dies für Riefers eine dauerhafte Lösung sein?
Wenn er so weiter spielt wie bisher, werde ich ihn sicherlich in der Abwehr belassen. Für wie lange, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen. Dies hängt sicherlich auch von der Genesung von Andreas Holmqvist ab. Bisher macht Philip seine Sache sehr gut. Klar ist aber auch, dass ihm nach einer solchen Umstellung der ein oder andere gröbere Fehler unterlaufen wird. Ich kann aber schon jetzt garantieren, dass wir ihm auch in diesen Momenten die Stange halten werden.

 

Seite 2: Wo Uwe Krupp noch Luft nach oben sieht, und was er von der DEL fordert:

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