Köln.Sport

Völlig ideenlos

Der 1. FC Köln hat in Hamburg 0:1 verloren. Kann passieren! Besorgniserregend ist allerdings nicht das Ergebnis, sondern vor allem die Art und Weise des Zustandekommens. Der Köln.Sport-Kommentar.
Ideenlos

Die Leistung in Hamburg enttäuschte nicht nur die Fans, auch die FC-Profis waren nach dem Spiel bedient (Foto: imago/Nordphoto)

Man durfte sich schon etwas wundern über den gestrigen Auftritt des 1. FC Köln im Hamburger Volksparkstadion. Als absolutes Topspiel angekündigt, stand bereits nach der ersten Halbzeit die Erkenntnis, dass die 53.876 Zuschauer in Hamburg allenfalls ein mittelmäßiges Zweitligaspiel zu sehen bekamen und einzig und allein die klangvollen Namen beider Klubs Bundesligagedanken evozierten.

Während allerdings der HSV wenigstens vereinzelt Chancen herausspielte und eigentlich einen Elfmeter hätte zugesprochen bekommen müssen, kam von der Anfang-Elf nichts. Hector und Co. enttäuschten auf ganzer Ebene, spielerisch, kämpferisch, taktisch. Kein Aspekt des Kölner Spiels gab Anlass, berechtigte Hoffnungen auf einen Auswärtssieg zu hegen. Geschäftsführer Armin Veh fasste den Auftritt seiner Geißböcke im Anschluss an die Partie treffend zusammen, indem er von einer „Nicht-Leistung“ sprach.

So ideenlos wie sein Team wirkte auch Trainer Markus Anfang. Er muss sich nicht nur die Frage gefallen lassen, wie eigentlich sein Matchplan aussah, sondern auch erklären, warum er trotz des an Harmlosigkeit kaum zu überbietenden Auftritts seiner Mannschaft weder taktisch noch personell reagierte – bis zur 73. Minute. Mit seinem späten ersten Wechsel (Jannes Horn für Salih Özcan) bewies der FC-Coach jedenfalls weder Mut noch taktische Finesse.

Fazit: Es muss mehr kommen. Viel mehr! Vor allem die spielerischen Lösungsmöglichkeiten, die Markus Anfang seinen Schützlingen seit seiner Ankunft an die Hand geben will, müssen schnell gefunden werden. Viel wichtiger aber ist erst einmal, dass der unbedingte Siegeswille in jedem Spiel erkennbar wird. Das war gestern Abend in Hamburg nicht der Fall. „Das geht mir jetzt langsam auf den Keks“, sagte Geschäftsführer Armin Veh im Anschluss an das Spiel. Dem kann man sich nur anschließen.

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