Köln.Sport

Viktoria im Abwärtstrend

Trotz Rekordkulisse von 6.437 Zuschauern im Sportpark Höhenberg gab es gegen die roten Teufel aus Kaiserslautern das bereits neunte sieglose Spiel in Folge. Doch Trainer Pavel Dotchev weiß, wo er ansetzen muss.

Für Albert Bunjaku und Co. läuft es derzeit nicht rund (Foto: imago images / foto2press)

Nach starkem Saisonstart und dem zwischenzeitlichen 4. Tabellenplatz in der 3. Liga hat der Aufsteiger in den letzten Spielen stark an Boden verloren. Mittlerweile ist das Team von Pavel Dotchev bis auf Rang 15 durchgereicht worden. Auch wenn die Viktoria noch fünf Punkte vom Chemnitzer FC auf Rang 17 und damit dem ersten Abstiegsplatz trennt ist die Situation für den ambitionierten Verein aus dem Osten Kölns beunruhigend. Doch woran liegt es?

Verletzungspech hatte seinen Anteil an der Misere. Vor allem die erneute Verletzung von Schlussmann Daniel Mesenhöler war ein schmerzhafter Schlag und wird eine längere Pause mit sich ziehen, auch Ernesto Carratala Jimenez wird mit einem doppelten Bänderriss im rechten Sprunggelenk länger ausfallen. Die zuletzt angeschlagenen Dario De Vita, Mart Ristl und Albert Bunjaku sind dagegen nach kurzer Auszeit wieder fit.

Zu viele Gegentore

Den Abwärtstrend nur am Verletzungspech fest zu machen, wäre also zu einfach. Zwölf Gegentore in den letzten vier Spielen sprechen eine deutliche Sprache und zeigen die defensive Anfälligkeit der Rechtsrheinischen auf. Pavel Dotchev beklagte in der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern: „Bei uns ist es momentan oft der Fall das wir in Rückstand geraten und dann erst anfangen zu spielen. Ich war mir sicher, dass wir nach dem Seitenwechsel ins Spiel zurück kommen.“

Die Viktoria war in den neun sieglosen Spielen nicht immer die schlechtere Mannschaft, machte es sich jedoch mit schwachen Starts in die Partien und einer ausbaufähigen Chancenwertung selbst schwer. Durch Unkonzentriertheiten in der Abwehr lief das Team immer wieder Rückständen hinterher, zeigte des Öfteren aber auch eine starke Moral und kam zumindest zurück ins Spiel. So auch gegen die roten Teufel, nach einem 0:3-Rückstand kämpften sich die Höhenberger auf 2:3 heran und schnupperten in den letzten Minuten am Ausgleich bevor Simon Skarlatidis die Hoffnungen mit einem Sonntagsschuss besiegelte.

Bliebt zu konstatieren: Die Viktoria muss in den nächsten Spielen von Anfang an konzentrierter in die Partien gehen und die unnötigen Fehler in der Defensive abstellen. Auf die Leistung in der 2. Halbzeit gegen die Lauterer lässt sich immerhin aufbauen. Bei den Würzburger Kickers am 7.12. und beim nächsten Heimspiel gegen den KFC Uerdingen mit Kevin Großkreutz am 14.12. hat die Mannschaft die nächsten Chancen, ihr Potenzial auszuschöpfen und den nächsten Dreier einzufahren.

Von Tim Schoster

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