Köln.Sport

Sportentwicklungsplan vorgestellt

Im Frühjahr 2017 hat die Stadt Köln die Erstellung eines Gutachtens für die Sportentwicklungsplanung der Stadt Köln beauftragt. Nun wurden der Plan und fünf Pilotprojekte vorgestellt.
Bunte Liga

Sport im öffentlichen Raum, wie hier bei einem Spiel der Bunten Liga, ist ein zentraler Punkt im Sportentwicklungsplan. (Foto: Ben Horn)

Fast zwei Jahre hat die Erarbeitung gedauert, das renommierte Wissenschaftlerteam um Professor Dr. Robin Kähler hatte eine Online-Befragung unter der Kölner Bevölkerung, den Sportvereinen, Schulen und Kindertagesstätten durchgeführt. Rund 250.000 Menschen treiben in den 774 Vereinen in Köln Sport, und darin sind Läufer, Radfahrer oder Skater beispielsweise nicht einmal eingerechnet, ebenso wenig wie Kinder und Jugendliche, die sich in Kindertagesstätten und Schulen sportlich betätigen. Für sie alle bringt die Stadtverwaltung nun einen Sportentwicklungsplan auf den Weg, der im April im Rat verabschiedet werden soll.

Wie ein Werkzeugkasten

Ziel ist es, eine Planung zu entwickeln, die nicht nur Sportbelange, sondern auch die Entwicklung der Stadt und Freiräume für Sport und Bewegung für alle Bevölkerungsgruppen berücksichtigt. 93 Sportvereine und 102 der 260 Kölner Schulen wurden zu ihren Wünschen, Bedürfnissen und Zielen befragt. Zudem gab es für Bürger die Möglichkeit, online an der Befragung zu beteiligen. Daran beteiligten sich insgesamt 2400 Menschen.

„Das ist ein Werkzeugkasten für die kommenden 15 bis 20 Jahre. Es handelt sich um einen Prozess, der nicht stehen bleibt, sondern der immer weitergehen wird“, sagt Kähler. Eine wichtige Leistung sei auch die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und die Inklusion von Bürgern mit Handicap. Hier müssten den Sportvereinen mit den Förderrichtlinien Anreize geboten werden, sich weiter zu beteiligen, sagt er.

In einem Workshop-Verfahren wurden fünf Modellprojekte entwickelt, auch die Schaffung einer neuen Infrastruktur für Sport und Bewegung in Parks ist angedacht, beispielsweise in Form eines Sportkiosks, der nicht nur eine Grundversorgung und Sanitäranlagen, sondern auch Sportgeräte zum Ausleihen vorhält. Auch die Optimierung der Verwaltungsstrukturen für den Bereich Sport und Bewegung wird in Angriff genommen.

Öffentlicher Raum für Sport und Bewegung

„Mit dem Gutachten erhält die Stadt Köln einen Handlungsleitfaden für Sport und Bewegung in Köln für die kommenden 15 Jahre. Für die Umsetzung der entwickelten Maßnahmen stehen der Sportverwaltung ab diesem Jahr zusätzlich 2,65 Millionen Euro jährlich zur Verfügung“, verkündet die Stadt.

Und weiter: „Die Gutachter geben folgende zentrale Empfehlungen: Sportentwicklungsplanung und Stadtplanung werden eng miteinander verzahnt, zur Umsetzung sport- und bewegungsbezogener Vorhaben arbeiten Ämter interdisziplinär zusammen. Das gilt im Besonderen für das Sportamt und das Amt für Schulentwicklung, um Schulsporthallen von vorn herein sowohl für den Bedarf des Schul- als auch des Vereinssports zu entwickeln. Der öffentliche Raum soll verstärkt für Sport- und Bewegungsaktivitäten genutzt werden. Die Sanierung von Sportanlagen mit identifizierten Mängeln erfolgt vorrangig im Rahmen eines Sondersanierungsprogramms“.

Demnach seien die Kölner Sportvereine wichtige Partner der Stadt und werden auch künftig umfangreich unterstützt. Das Gutachten wird dem Sportausschuss vorgestellt und in weiteren Ratsausschüssen und den Bezirksvertretungen beraten. Der Rat soll in seiner Sitzung am 4. April 2019 dann endgültig darüber beschließen, wie es in dieser Angelegenheit weitergeht.

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