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Spinner wirft hin! Wie geht es weiter?

Das FC-Chaos der letztem Wochen hat seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden. Werner Spinner (70) hat gestern Abend seinen Rücktritt als Präsident angekündigt. Wie geht es nun weiter?
Werner Spinner

Werner Spinner hat den Machtkampf am Geißbockheim verloren (Foto: imago/DeFodi)

Es rumorte gewaltig beim 1. FC Köln, nachdem Armin Veh, seineszeichen Geschäftsführer Sport bei den Geißböcken, öffentlich massive Kritik an seinem Boss Werner Spinner geübt und von einem Vertrauensverlust gesprochen hatte. Nun ist der Machtkampf erst einmal vorbei, doch nicht etwa Veh räumt seinen Posten, sondern der Präsident.

Werner Spinner zieht seinen nach eigener Auskunft für Herbst ohnehin geplanten Rückzug vor. „Nun ziehe ich diesen Schritt vor, weil mir klar geworden ist, dass es über die momentane und künftige Ausrichtung des 1. FC Köln Differenzen gibt“, so Spinner in einem Statement des Gemeinsamen Ausschusses.

Erst im letzten Jahr hatte er sich nach einer schweren Herz-OP dazu entschlossen, nicht vorzeitig zurückzutreten, sondern sein Amt bis zum Ende der Wahlperiode im September 2019 zu erfüllen.

In der Erklärung, die auf der Vereinshomepage zu lesen ist, bekommt auch Veh sein Fett weg. „Die Mitglieder des Gemeinsamen Ausschuss haben in der Sitzung ihr Missfallen über die jüngsten öffentlichen Äußerungen des Geschäftsführers Armin Veh ausgedrückt und ihm dies eindeutig mitgeteilt“, so der Wortlaut.

Wie geht es nun weiter?

Klar ist, von Friede, Freude, Eierkuchen ist der Verein nach Spinners Rücktritt meilenweit entfernt. Es wird wohl eine Weile dauern, bis wieder sportliche FC-Schlagzeilen dominieren. Zumal angesichts des Rücktritts eine schnelle Lösung gefunden werden muss.

In der Erklärung des Gemeinsamen Ausschusses heißt es, ein Mitglied des Mitgliederrats werde an Spinners Stelle in den Vorstand aufrücken. Bis zu einer Neuwahl des Vorstandes, die ursprünglich für September vorgesehen war, wird der Mitgliederrat also jemanden aus seinen Reihen in den Vorstand entsenden.

Wer das sein wird, ist noch nicht bekannt. Stefan Müller-Römer ist Vorsitzender des Mitgliederrats, auch er musste schon Kritik von Veh ertragen. Ende September macht der GF Sport seinen Unmut über die Führung des Mitgliederrates mehr als deutlich: „Im Mitgliederrat sind viele Vollamateure, vor allem an der Spitze. Vor allem der mit dem Doppelnamen, der ist unerträglich“, so Veh damals. Stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Carsten Wettich, zudem sind noch weitere zehn Personen im Rat.

Ob Vize-Präsident Toni Schumacher, der sich seinen gestrigen Geburtstag wohl etwas anders vorgestellt hatte, und Markus Ritterbach (ebenfalls Vize-Präsident) bei den Neuwahlen des Vorstands erneut kandidieren, ist völlig ungewiss.

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