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Rot-Weiss holt EHL-Pokal

Die Hockey-Herren von Rot-Weiss Köln haben sich im Finale um den EHL-Pokal gegen HC Oranje-Rood (4.6., 3:2) durchgesetzt und erstmals in ihrer Historie die Euro Hockey League gewonnen.

Der Jubel bei Rot-Weiss war nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte groß (Foto: ehlhockey.tv)

Es war ein Wochenende, das die Herren von KTHC so schnell nicht vergessen werden, denn mit ihrem Sieg beim Final Four im belgischen Brasschaat schrieben sie Kölner Hockey-Geschichte. „Das ist generell sicherlich der größte Erfolg der Vereinsgeschichte und somit auch das Größtmögliche, was wir mit den Jungs einholen konnten“, ordnete Rot-Weiss-Coach André Henning nach dem Schlusspfiff den Triumph in der Euro Hockey League historisch ein.

Zuvor hatte seine Mannschaft über zwei Tage tollen Hockeysport gezeigt. Im Halbfinale erwischten die Domstädter einen Traumstart und führten bereits nach 28 Minuten mit 3:0 gegen die KHC Dragons. Auch in der Folge dominierte das Team um Christopher Zeller, das vor Wochenfrist noch knapp das Finale um die Deutsche Meisterschaft verloren hatte, und legte noch zwei Treffer nach (47., 57.). Die Belgier konnten zwar in den letzten Spielminuten noch Ergebniskosmetik betreiben, mussten sich am Ende aber mit 3:5 geschlagen geben.

Finale hart umkämpft

Im Finale traf die Mannschaft von Coach André Henning dann auf das niederländische Team HC Oranje-Rood. Den besseren Start erwischten die Niederländer, die jedoch trotz einiger Möglichkeiten ihre optische Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen konnten. Auf der anderen Seite machte es der KTHC besser: Ihre erste Strafecke nutzten die Kölner sofort eiskalt aus. Tom Grambusch setzte einen präzisen Schlenzer ins rechte Toreck zur 1:0-Führung (28.). Oranje-Rood drängte noch vor der Pause auf den Ausgleich, vergab aber eine Strafecke kläglich.

Nach dem Seitenwechsel waren es erneut die Kölner, die ihre Chancen besser ausspielten. In der 35. Minute legte Jonas Gomoll einen langen Pass von Christopher Zeller in den gegnerischen Schusskreis auf Florian Adrians quer, der flach unter dem herauskommenden Pirmin Blaak zum 2:0 vollendete. Oranje-Rood war nun gefordert und stemmte sich gegen die Niederlage. Agustin Mazzilli gelang der Anschlusstreffer zum 1:2 (38.), gut zwei Minuten später war dann Mink van der Weerden beim vierten Eckenversuch erfolgreich und besorgte den Ausgleich (40.).

Emotionale Schlussphase

In einer spannenden Schlussphase, in der das Momentum auf Seiten der Niederländer schien, zeigten die Mannen von André Henning dann aber noch einmal, welche Qualität in ihnen steckt. Nachdem Florian Scholten die Weichen erneut auf Finalsieg gestellt hatte (3:2, 50.) verteidigten die Kölner in der Schlussphase trotz mehrerer gelber Karten gegen sich clever und behielten in einer emotionalen Schlussphase die Oberhand. So blieb es am Ende beim 3:2-Erfolg und dem EHL-Triumph von Rot-Weiss. „Gerade in dieser Saison haben wir uns das bewusst zum Ziel gesetzt. Das ist ein richtig großer Erfolg im besten Wettbewerb, denn es für Mannschaften in diesem Sport gibt. Und den zu gewinnen, macht auch mich persönlich stolz“, wertete Trainer André Henning den Sieg beim Final Four im siebten EHL-Auftritt.

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