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RheinStars beziehen ihr Trainingszentrum

Wird für die OldStars wieder zum Ball greifen: RheinStars-Geschäftsführer Stephan Baeck Foto: imago/Eibner

Freut sich über bessere Trainingsbedingungen: RheinStars-Geschäftsführer Stephan Baeck.
Foto: imago/Eibner

Endlich haben die RheinStars ihr eigenes Trainingsdomizil! Auf 800 Quadratmetern trainieren Profis, Amateure und Nachwuchs ab sofort in einem umgebauten ehemaligen Fernsehstudio in Hürth.

Die langwierige Suche der RheinStars Köln nach einem eigenen Trainingszentrum hat endlich ein Ende. Fündig wurde der ambitionierte Zweitligist in der Nachbarschaft, genauer gesagt in Hürth. Auf dem Gelände des Medienparks NRW mietete sich der Kölner Klub in einem ehemaligen Fernsehstudio ein. Rund 800 Quadratmeter Fläche wurden zu einem Basketball-Zentrum umgebaut, in dem künftig nicht nur die Profis, sondern auch alle anderen Teams des Vereins optimale Trainingsbedingungen vorfinden. Finanziert haben die RheinStars das Projekt komplett selbst. „Wir haben für unsere zweite Saison in der ProA eine Mannschaft zusammengestellt, die zu Größerem fähig sein soll. Da sind professionelle Trainingsbedingungen natürlich Voraussetzung. Wir sind froh, uns mit den Betreibern der Halle schnell einig geworden zu sein“, sagt RheinStars-Geschäftsführer Stephan Baeck, der dem Trainingsauftakt im neuen Domizil entgegenfiebert. „Alle freuen sich drauf, unter Top-Bedingungen in Hürth in die Vorbereitung zu starten.“

RheinStars erfüllen BBL-Bedingungen

Mit dem eigenen Trainingszentrum erfüllen die RheinStars auch eine der Lizenzauflagen für einen Aufstieg in die Basketball-Bundesliga (BBL). Genau den peilt das Team von Headcoach Arne Woltmann in seinem zweiten ProA-Jahr an. „Ich sehe fünf, sechs Mannschaften, die diese Saison ganz oben mitspielen können. Dazu gehören auch wir“, betont Baeck, der allerdings die BBL-Absteiger Crailsheim und Mitteldeutscher BC als Favoriten auf die beiden Aufstiegsplätze sieht. Dennoch: Nach zwei Aufstiegen innerhalb von drei Jahren lautet das Nahziel ganz klar Liga eins.

In der vergangenen Saison mussten die RheinStars, immerhin Deutschlands zweitgrößter Basketballverein, aufgrund der prekären Hallensituation in Köln auf 23 verschiedene Trainingsstätten zurückgreifen. Selbst die Profis erfuhren häufig erst kurzfristig, in welcher Halle die nächste Übungseinheit stattfinden würde. „Ich kenne keine andere Profi-Mannschaft, die dieses Problem hat. Angesichts dieser katastrophalen Bedingungen muss man es umso höher einschätzen, was wir diese Saison geleistet haben“, hatte Baeck im April im Köln.Sport-Interview gesagt. Umso größer ist die Hoffnung, jetzt, mit deutlich besseren Rahmenbedingungen, noch bessere Grundlagen für den sportlichen Erfolg schaffen zu können.

Komplett-Umzug in die Lanxess-Arena

Ihre Heimspiele werden die Kölner Basketballer ab kommender Spielzeit komplett in der Lanxess-Arena austragen. Die 1.000 Zuschauer fassende ASV-Sporthalle, die regelmäßig zum Hexenkessel wurde, durfte der Verein letzte Saison nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung nutzen. „Die Lanxess-Arena ist die beste Konstellation, die wir in Köln haben können“, sagt der Geschäftsführer. Auch wenn die Dimensionen des 18.000 Zuschauer fassenden „Henkelmännchen“ für einen Basketball-Zweitligisten eine Nummer zu groß sind, findet Baeck das Konzept passend – auch angesichts mangelnder Alternativen: eine mittelgroße Sporthalle mit 2.500 bis 5.000 Plätzen gibt es in der Domstadt nicht. In der Deutzer Arena lag der Zuschauerrekord 2015/16 bei knapp 3.000 im Spiel gegen Vechta am 14. Februar.

Ein Großteil der Zuschauerränge ist bei den RheinStars-Spielen mit Vorhängen abgedeckt, die Arena wirkt dadurch weniger wuchtig. „Außerdem haben wir nochmal am Saalplan gefeilt. Die Zuschauer sitzen jetzt noch näher am Spielfeld“, verspricht Baeck. Man wolle die Heimspiele zu einem Familien-Event machen, mit einer guten Show und natürlich mit starken Leistungen auf dem Platz. „Wir wollen die Menschen für Basketball begeistern!“

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